Libor-Skandal
New Yorker Aufseher ermitteln gegen Deutsche Bank

In die Ermittlungen zu den Libor-Manipulationen hat sich erstmals die gefürchtete New Yorker Finanzaufsicht eingeschaltet. Die DFS ermittelt auch gegen die Deutsche Bank, deren Geschäfte seit längerem untersucht werden.
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New YorkDie Deutsche Bank ist einem Zeitungsbericht zufolge erneut ins Visier der New Yorker Finanzaufsicht DFS geraten. Die Behörde habe sich nun auch in die Ermittlungen zu möglichen Manipulationen des Referenzzinses Libor eingeschaltet, berichtete die Financial Times unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Es sei das erste Mal, dass sich die Behörde an den Libor-Untersuchungen beteiligt. Die DFS ist bei ausländischen Instituten besonders gefürchtet, weil sie im äußersten Fall deren US-Banklizenz entziehen kann. Der Libor (London Interbank Offered Rate) ist einer der wichtigsten Referenzsätze für Hypotheken und andere Kredite. Von ihm hängen weltweit Finanzgeschäfte im Volumen von mehreren Hundert Billionen Dollar ab.

Der Zinssatz wird einmal am Tag ermittelt und beruht auf Angaben der Banken zu den Refinanzierungskosten. Behörden rund um den Globus untersuchen schon seit mehreren Jahren, ob Händler an internationalen Referenzzinssätzen wie Libor und Euribor geschraubt haben, um sich Handelsgewinne zu verschaffen. Zahlreiche Großbanken und Brokerhäuser haben bereits hohe Strafen gezahlt.

Gegen die Deutsche Bank ermittelt seit längerem unter anderem das US-Justizministerium. Im Skandal um manipulierte Devisenkurse hat die New Yorker Finanzaufsicht bereits einen Aufpasser in der US-Niederlassung der Deutschen Bank installiert. Er soll die Handelspraktiken genauer untersuchen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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