Libor-Skandal
Vergleich für RBS rückt offenbar immer näher

Die teilverstaatlichte Royal Bank of Scotland steht im Skandal um Zinsmanipulationen offenbar kurz vor einem Vergleich. Wie aus Kreisen berichtet wird, könnte bereits im Oktober mit einer Einigung gerechnet werden.
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LondonIm Bankenskandal um Zinsmanipulationen steht die Royal Bank of Scotland offenbar kurz vor einem Vergleich. Innerhalb der kommenden zwei Monate könne das Finanzinstitut mit den Behörden in den USA und Großbritannien eine Einigung erzielen, sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen am Freitag. Anfang des vierten Quartals könne damit gerechnet werden. Die Royal Bank of Scotland, die zu 82 Prozent dem Staat gehört, wollte zu dem Bericht keine Stellung nehmen.

Den Kreisen zufolge wird die britische Großbank die nächste sein, die einen Vergleich im Fall wegen Manipulation des Libor-Referenzzinssatzes schließt. RBS-Konkurrent Barclays hatte als erstes Institut ein Fehlverhalten von Händlern eingeräumt und muss nun eine Strafe von fast einer halben Milliarde Dollar zahlen. Ein in London ansässiger Anwalt sagte: „Sie sind in Staatsbesitz, sie stehen unter größerem Druck als die anderen Geldhäuser, sich damit zu befassen.“

Bislang sind nur wenige Details davon bekannt, wie in den Häusern die Manipulationen genau abgelaufen sind. Der Libor wird täglich auf Basis der Angaben einzelner Banken in London ermittelt.

Auch gegen die Deutsche Bank und die UBS wird ermittelt. Der britische Abgeordnete John Mann vermutet, dass die RBS schärfer als Barclays bestraft wird. „Die Annahme ist, dass die RBS bei ihrem Vorgehen chaotischer war als Barclays und die RBS deswegen derber vorging“, sagte das Mitglied des Finanzausschuss im Parlament.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Während London säumige Steuerzahler und einfache Bürger öffentlich ins Internet an den Pranger stellt, werden hier die Bankster wieder mit einem Trinkgeld reingewaschen. Wozu auch die Aufregung. Es waren ja nur ein paa Billiönchen, die man hier auf dem Buckel von Millionen von Steuerzahlern ergaunert hat. Noch Fragen, wie es um die Gerechtigkeit steht?

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