Bank of America ist Top-Fusionsberater

Linde, Bayer, Monsanto und Co.
Bank of America ist Top-Fusionsberater

Das vergangene Jahr war von Fusionen und Übernahmen geprägt. Der erfolgreichste Fusionsberater heißt Bank of America: Vor allem durch die Beratung von Bayer und Linde erzielte die US-Bank den ersten Platz.
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Frankfurt Bayer und Linde haben im vergangenen Jahr kräftig am globalen Fusionskarussell mitgedreht. Die Übernahme des US-Saatgutriesen Monsanto durch den Leverkusener Konzern war mit knapp 64 Milliarden Dollar (61 Milliarden Euro) die zweitgrößte des Jahres hinter AT&T /Time Warner (108 Milliarden Dollar). Die „Fusion unter Gleichen“ zwischen Linde und Praxair schob sich mit einem Volumen von 42,7 Milliarden Dollar kurz vor Weihnachten noch in die Top acht, wie aus der am Mittwoch veröffentlichten Rangliste von Thomson Reuters hervorgeht. Sieben der größten zehn Übernahmen des Jahres wurden im vierten Quartal angekündigt. Auf Platz fünf findet sich die schweizerische Syngenta, deren Übernahme durch ChemChina aber immer noch eine Hängepartie ist.

Weltweit wurden 2016 Fusionen und Übernahmen im Wert von 3,7 Billionen Dollar angekündigt, 16 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Das Volumen mit deutscher Beteiligung hat sich dank der beiden Mega-Deals und anderer Milliarden-Transaktionen wie des geplanten Kaufs der Londoner LSE durch die Deutsche Börse gegen den Trend auf 259 Milliarden Dollar mehr als verdoppelt.

Mit der Mega-Transaktion in der Gase-Branche behauptete sich die Bank of America Merrill Lynch in der Rangliste der erfolgreichsten Investmentbanken in Deutschland im abgelaufenen Jahr vor Morgan Stanley. Beide waren nicht nur als Berater für Linde aktiv, sondern auch bei Bayer/Monsanto - dort aber auf unterschiedlichen Seiten. Bank of America mischte bei Fusionen mit deutscher Beteiligung im Volumen von 158 Milliarden Dollar mit, darunter den vier größten dieses Jahres, und katapultierte sich damit vom zehnten Platz 2015 nach ganz oben, Morgan Stanley rückte von Rang fünf auf zwei. Vorjahressieger JPMorgan stürzte auf Platz acht ab, nachdem sich einige Transaktionen wieder zerschlugen oder die Investmentbanker im Bieterwettstreit auf der unterlegenen Seite standen.

Für die Deutsche Bank reichte es am heimischen Markt nur zum neunten Platz, global landete sie auf Platz zehn. Seit 2012 hat der deutsche Branchenprimus jedes Jahr einen Rang verloren. Goldman Sachs behauptet inzwischen seit sechs Jahren die weltweite Spitzenposition, vor Morgan Stanley und JPMorgan. Die US-Investmentbank hatte im vergangenen Jahr bei 358 Transaktionen im Volumen von fast einer Billion Dollar die Finger im Spiel.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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