Live aus dem Gerichtssaal
Breuers verkniffenes Lächeln im Gericht

Zweiter Anlauf im Strafprozess gegen Ex-Deutsche-Bank-Chef Rolf Breuer: Ab heute muss sich der 74-Jährige vor dem Landgericht München verantworten. Handelsblatt Online ist live dabei.
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MünchenWenige Minuten vor Prozessbeginn erscheint Breuer mit verkniffenem Lächeln im Gerichtssaal. Er ist inzwischen Prozessprofi, bis die Fotografen den Saal verlassen, bleibt er lieber stehen. Die Anwälte raten üblicherweise dazu. Bilder auf der Anklagebank machen sich nicht gut. 

Doch wie schon beim letzten Mal kommt es erst einmal nicht zur Verlesung der Anklage: Die Verteidigung lehnt einen der Richter ab - und über diesen Antrag muss nun erstmal beraten werden. Gegen Mittag teilt die Strafkammer mit, dass der Prozess frühestens um 15 Uhr weitergehen wird.

Breuer muss seit Jahren einen großen Teil seiner Zeit in Gerichtssälen verbringen. Im parallel laufenden Schadensersatzprozess vor dem Oberlandesgericht München ordnet Richter Guido Kotschy regelmäßig seine Anwesenheit an. 

Doch im Strafprozess geht es um mehr. Die Staatsanwaltschaft wirft Breuer vor, 2003 in einem der zahlreichen Verfahren die Unwahrheit gesagt zu haben. Damals hatte Breuer als Zeuge ausgesagt, bei seinen umstrittenen Aussagen über die Kreditwürdigkeit Kirchs im Jahr 2002 habe er sich nicht auf Insiderwissen gestützt. Die Kreditakte Kirch zum Beispiel habe er nicht gekannt.

Ein erster Anlauf für den Strafprozess war im August gescheitert. Wegen eines Formfehlers musste das Verfahren gleich wieder verschoben werden - und weil die Richter dann Urlaubspläne hatten komplett, neu angesetzt werden. Auch im zweiten Anlauf ist erst einmal offen, wie es weiter geht.

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Breuers verkniffenes Lächeln im Gericht

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Auch gegen Josef Ackermann wird ermittelt.

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