Lloyd Blankfein

Goldman macht seinen Chef zum Milliardär

Für Goldman Sachs zu arbeiten, lohnt sich, vor allem wenn man Chef ist. Lloyd Blankfein ist seit kurzem Milliardär. Er ist allerdings nicht der einzige angestellte Banker, der es so weit gebracht hat.
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Der Banker hat Grund zum Lachen, seit kurzem gehört er zum Klub der Milliardäre. Quelle: Reuters
Goldman-Chef Lloyed Blankfein

Der Banker hat Grund zum Lachen, seit kurzem gehört er zum Klub der Milliardäre.

(Foto: Reuters)

New YorkIn den USA leben 537 Milliardäre, mehr als in jedem anderen Land der Welt, davon allein 91 in New York, mehr als in jeder anderen Stadt der Welt. So steht es jedenfalls in der Hurun Global Rich List 2015, die freilich wie alle solche Aufstellungen auf recht groben Schätzungen beruht.

Lloyd Blankfein, der Chef von Goldman Sachs, gehört nach Kalkulation der Nachrichtenagentur Bloomberg seit kurzem auch zu diesem Club, mit einem Vermögen von etwa 1,1 Milliarden Dollar. Rund die Hälfte davon sind Anteile an der eigenen Firma, der Rest angesparte Boni, hinzu kommen Immobilienbeteiligungen. Über ganz ähnliche Summen hatte Bloomberg vor einigen Monaten für Jamie Dimon, den Chef von JP Morgan, berichtet. Das Jahresgehalt von Blankfein liegt bei 24 Millionen, das von Dimon bei rund 20 Millionen Dollar.

Blankfein stammt aus einfachen Verhältnissen. Er wuchs in einer jüdischen Familie in der Bronx auf, sein Vater war Postbeamter. Er führt die Bank seit 2006. Dimon, ebenfalls ein gebürtiger New Yorker, stammt aus einer Familie griechischer Immigranten, sein Vater und sein Großvater arbeiteten beide schon im Bankgeschäft. Er führt das Institut seit 2004, hat also ebenso wie Blankfein die große Finanzkrise in seinem Amt überlebt. Beide sind in der Öffentlichkeit von Kritikern der Wall Street schon häufig angefeindet worden.

Mark Zuckerberg steigt in die Top-Ten auf
Ellison
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Platz 10: Larry Ellison

Mit Oracle gelang ihm der Durchbruch. Doch die Anfänge waren schwierig. 1977 gegründet dauerte es zwei Jahre, bis die ersten Erfolge gelangen. Danach folgte ein Auf und Ab, was sich auch in Ellisons Vermögen niedergeschlagen hatte. Während des Internet-Booms im Jahre 2000 betrug es satte 58 Milliarden Dollar. Ein Jahr später verlor Ellison mehr als die Hälfte davon. Seit 2009 stieg es kontinuierlich. Doch im laufenden Jahr schmilzt Ellisons Vermögen wieder.

Vermögen: 39,7 Milliarden Dollar*
Veränderung (seit Jahresanfang): - 9,1 Milliarden Dollar

*Quelle: Bloomberg

Platz 9: Ingvar Kamprad
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Platz 9: Ingvar Kamprad

In fast jedem Haushalt findet man Ikea-Möbel. Gegründet wurde das Möbel-Imperium vom Schweden Ingvar Kamprad. Doch so hipp und modern sich Ikea gibt – das Unternehmen hat eine dunkle Geschichte. Vor drei Jahren wurde bekannt, dass Ikea in der DDR Möbel von Zwangsarbeitern bauen ließ. Ethisch bedenklich, doch scheinbar ziemlich profitabel. Kamprad gehört zu den reichsten Menschen der Welt. Allerdings musste auch der Schwede wie viele andere Milliardäre Vermögenseinbußen hinnehmen.

Vermögen: 40,6 Milliarden Dollar
Veränderung: - 4,4 Milliarden Dollar

Platz 8: Mark Zuckerberg
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Der Facebook-Gründer hat es zum ersten Mal in die Top-Ten der reichsten Milliardäre der Welt geschafft. Seit dem Börsengang des sozialen Netzwerks hat Zuckerberg sein Vermögen kontinuierlich deutlich steigern können. Seit Jahresanfang konnte er sein Vermögen um 6,8 Milliarden Dollar steigern.

Vermögen: 41,3 Milliarden Dollar
Veränderung: + 6,8 Milliarden Dollar

Platz 7: Jeff Bezos
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Der charismatische Amazon-Gründer Jeff Bezos hat in den Top-Ten der reichsten Menschen der Welt den größten Sprung hingelegt. Bezos konnte sein Vermögen um über 20 Milliarden Dollar steigern.

Vermögen: 49,1 Milliarden Dollar
Veränderung: + 20,5 Milliarden Dollar

Platz 6: David Koch
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Platz 6: David Koch

Reich geworden ist David Koch durch die Firma seines Vaters Fred Koch. Koch Industries beschäftigt weltweit 100.000 Mitarbeiter und setzt jährlich etwa 100 Milliarden Dollar um. David Koch ist ein bekennender Gegner Barack Obamas. Dementsprechend stark unterstützt er die Republikaner. Über verschiedene Stiftungen tätigt Koch millionenschwere Parteispenden. Neben seinem politischen Engagement engagiert sich Koch auch für gemeinnützige Projekte. Seit 2000 hat er rund 750 Millionen Euro für die Krebsforschung gespendet. Laut dem „Chronicle of Philanthropy“ ist Koch einer der 50 spendabelsten Philanthropen.

Vermögen: 51,4 Milliarden Dollar
Veränderung: + 1,1 Milliarden Dollar

Platz 5: Charles Koch
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Platz 5: Charles Koch

Von seinem Vater lernte Charles Koch eine zweifelhafte Arbeitsmoral. Schon im Kindesalter bläute Fred Koch seinem Jüngling ein, dass es besser wäre zu arbeiten, während sich andere Kinder in ihrer Freizeit vergnügen. Diese Ansichten spiegeln sich auch in seinem autokratischen Führungsstil bei Koch Industries wider. Die Firma ist eines der größten nicht-börsennotierten Unternehmen der Welt.

Vermögen: 51,4 Milliarden Dollar

Veränderung: + 1,1 Milliarden Dollar

Platz 4: Carlos Slim
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Platz 4: Carlos Slim

Eine zweifelhafte Transaktion hat Carlos Slim zu einem der reichsten Menschen der Welt gemacht. 1990 soll der Unternehmer für gerade einmal 1,8 Milliarden Dollar die staatliche mexikanische Telefongesellschaft Telmex gekauft haben. Der tatsächliche Wert betrug damals weit über zehn Milliarden Dollar. Im Zuge der Privatisierung nutzte Slim seine Monopolstellung aus und hob die Gesprächspreise drastisch an. Gleichzeitig hielt er wichtige Investitionen ins Telefonnetz zurück.

Vermögen: 60,9 Milliarden Dollar
Veränderung: - 11,7 Milliarden Dollar

Als Milliardäre sind Blankfein und Jamie Dimon unter Bankchefs die Ausnahme. Bei Hedgefonds und in der Private-Equity-Branche gibt es dagegen sogar einige Multi-Milliardäre. Dort liegen die jährlichen Bezüge, die allerdings überwiegend auf Kapitalgewinnen beruhen, bei den erfolgreichsten Managern im Bereich von mehreren hundert Millionen im Jahr, in Einzelfällen geht es sogar über eine Milliarde hinaus.

Sehr viel mehr Geld als in den Banken wird auch im Silicon Valley verdient. Die beiden Google-Gründer Larry Page und Sergey Brin wurden in der abgelaufenen Woche auf einen Schlag jeder vier Milliarden Dollar reicher. Die neue Finanzchefin Ruth Porat, die mit 70 Millionen pro Jahr weit mehr als alle US-Bankchefs verdient, hatte eine stärkere Spardisziplin angekündigt, worauf die Aktie einen Sprung um 16 Prozent machte.

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