London
Neue Entlassungswelle schockiert Londons Banker

Die Finanzbranche in Großbritannien steckt wieder im Krisenmodus. Allein in diesem Jahr stehen 30.000 Jobs in der City zur Disposition. Böse Erinnerungen werden wach.
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LondonFast genau 25 Jahre sind seit dem „Big Bang“ vergangen. Vor einem Vierteljahrhundert befreite die britische Premierministerin Margaret Thatcher mit ihrem Urknall Banken und Broker von vielen Fesseln und gab damit den Startschuss für den Aufstieg der Londoner City zum globalen Finanzzentrum. Doch feiern will im Moment kaum jemand in den Bankentürmen an der Themse.

Warum nicht, das zeigt die neue Prognose des renommierten Think Tanks CEBR. Die Experten gehen davon aus, dass in diesem Jahr 27 000 Jobs in der City verschwinden werden. Bis 2014 wird die Zahl der Arbeitsplätze den Forschern zufolge stagnieren. Das würde die City auf das Niveau von 1998 zurückwerfen.

Angst statt Zuversicht

Für die Entlassungswelle gibt es nach Meinung des Think Tanks vor allem zwei Gründe: schärfere Regulierung und die Schuldenkrise in der Euro-Zone. Wie schnell und drastisch sich die Stimmung verschlechtert hat, zeigt die Tatsache, dass das CEBR noch im Frühjahr davon ausging dass in diesem Jahr 2000 neue Jobs in der City entstehen würden.

Im Sommer ergriff dann jedoch die von der Euro-Krise angefachte Angst die Märkte und traf vor allem die Investmentbanken hart. Die meisten Institute mussten im dritten Quartal massive Einbußen verkraften. Bei den ersten Adressen der Branche wie Goldman Sachs oder der Deutschen Bank stehen deshalb Tausende von Stellen auf dem Spiel. Und es könnte sogar noch schlimmer kommen für die Investmentbanker. „Wir passen unseren Personalbestand derzeit an und werden das auch weiterhin fortsetzen, wenn das Umfeld so bleibt, wie es derzeit ist“, warnte Stefan Krause, Finanzchef der Deutschen Bank vor wenigen Tagen.

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  • Immer wieder schön zu lesen, dass sich auch der klasisch ungebildete BILD Leser dem HB zuwendet und sich zu unseriösen wie gleichermaßen schlecht recherchierten Kommentaren hinreißen lässt. Bravo Sie haben wunderbar gezeigt wie wenig sie wirklich wissen. Würde ein Staat einmal bilanzieren, wie ein Unternehmen / Bank es tut, wären wir bei einer weitaus größeren Staatsverschuldung (aber die Staaten bilanzieren ja wie ein Tante Emma Laden), und hierbei handelt es sich nicht um eine Krise durch Banken verursacht, sondern um eine Staatsschuldenkrise. Denken Sie mal drüber nach.

  • Und die Fondsmanager mit Zubehör von den offenen (?) Immobilienfonds AXA, DEGI und Co. dürfen sich am Arbeitsamt in die Reihe hinten an stellen. Und zwar zu recht. Die verprasseln das Geld Ihrer Anleger und sind seit 2 Jahren geschlossen bzw. wickeln jetzt ab. Wenn man unfähig ist wird man bestraft. Gut so und die arroganten Banker werden nicht alleine bleiben!

  • ich habe kein Mitleid mit Bankern die auf den Untergang unseres Systems und deren Werte und Moral wetten. Am besten man besteuert ihnen ihre Millionen-Boni weg und zahlt dies in den EFSF ein!

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