Londoner Metallbörse LME
US-Großbank JP Morgan beendet Parketthandel

Nur noch neun Banken handeln auf dem Parkett der Londoner Metallbörse. JP Morgan hatte sich gegen den weiteren Parketthandel nach Verkauf des Rohstoffgeschäfts entschieden.

LondonDie US-Großbank JP Morgan zieht sich nach dem Verkauf ihres umstrittenen Rohstoffgeschäfts aus dem Parketthandel an der Londoner Metallbörse (LME) zurück. Damit sinke die Zahl der Finanzinstitute, die noch "im Ring" handelten, auf neun, teilte der Börsenbetreiber am Montag mit. Die LME ist die einzige Börse Europas, die noch einen Parketthandel hat. Die Händler sitzen sich auf einem ringförmigen, roten Sofa gegenüber und rufen sich die Orders zu. Der Schritt JP Morgans zeigt Experten zufolge, dass der elektronische Handel auch an der Metallbörse immer wichtiger wird.

Im vergangenen Jahr hatte JP Morgan ihr Rohstoffgeschäft an den Schweizer Energiehändler Mercuria veräußert. Die US-Banken waren wegen ihrer Rohstoffgeschäfte massiv in die Kritik geraten. Ihnen wird vorgeworfen, die Preise in die Höhe zu treiben, indem sie beispielsweise große Mengen an Metallen in riesigen Lagerhallen vorhalten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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