Lone Star
Finanzinvestor will IKB loswerden

Bei der Mittelstandsbank IKB sucht man immer noch nach einem Käufer. Der Verkauf durch den Finanzinvestor Lone Star wird vom Vorstand unterstützt. Außerdem gilt die Liquidität der Bank jetzt als gesichert.
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DüsseldorfNach dem Umbau der einstigen Krisenbank IKB suchen Vorstand und Eigentümer weiter nach einem Käufer. Die Risiken seien reduziert worden, die Liquidität gelte als gesichert und die EU-Auflagen könne das Institut inzwischen weitgehend erfüllen, teilte die Mittelstandsbank am Mittwoch in ihrem Bericht zum abgelaufenen Geschäftsjahr 2010/11 (31. März) mit. Der Vorstand unterstütze den Verkaufsprozess durch Lone Star. Er könne die positiven Entwicklung des Unternehmens beschleunigen.

Der US-Finanzinvestor hatte im vergangenen Herbst angekündigt, die IKB verkaufen zu wollen. Europachef Bruno Scherrer bezeichnete in einem Interview die Bank als besenrein. Ein Verkauf sei möglich im ersten Quartal des Geschäftsjahrs 2010/11. Als Interessenten wurden unter anderem der Bankkonzern HSBC Holdings <HSBA.ISE> <HBC1.FSE> Trinkaus genannt. Bislang ist ein Käufer für die IKB aber nicht in Sicht.

Lone Star hatte die krisengeschüttelte Bank vor knapp drei Jahren übernommen, nachdem das Institut als erstes deutsches Geldhaus in den Strudel der weltweiten Finanzkrise geraten war. Nur mit milliardenschweren Hilfen des Bundes konnte das Institut gerettet werden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr verzeichnete die IKB unter dem Strich wieder einen Gewinn von 52 Millionen Euro. Bereinigt um Sonderfaktoren schrieb die Bank aber weiterhin rote Zahlen in Höhe von 136 Millionen Euro. Gegenüber dem Vorjahr habe sich die Geschäftsentwicklung weiter verbessert, hieß es in dem Lagebericht.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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