Los Angeles
Deutsche Bank einigt sich im „Slumlord“-Streit

Der Vorwurf war hart: Die Deutsche Bank soll Häuser in Los Angeles dem Verfall ausgesetzt haben, die zahlungsunfähige Mieter geräumt hatten. Nun hat sich die Bank auf einen Kompromiss mit der Stadt Los Angeles geeinigt.
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Los AngelesDie Deutsche Bank hat in einem Rechtsstreit mit der Stadt Los Angeles einen Vergleich geschlossen. Die kalifornische Großstadt hatte der Bank vorgeworfen, nach dem Platzen der US-Immobilienblase viele Amerikaner zu Unrecht aus ihrem Heim vertrieben zu haben. Danach habe die Bank Hunderte Häuser verfallen lassen. Das deutsche Geldhaus sei einer der größten „Slumlords“ der Stadt.

Nachdem das Verfahren im April es vor Gericht geschafft hatte, unterzeichneten beide Seiten am Montag dieser Woche bei einem kalifornischen Gericht eine gemeinsame Erklärung über den Vergleich. Darin heißt es, die beiden Parteien seien sich im Grundsatz einig und seien dabei, die Unterlagen zu vervollständigen.

Einzelheiten des Vergleichs, mit dem ein zweijähriger Streit beigelegt werden soll, in dem die Deutsche Bank auch der rechtswidrigen Räumung von Mietwohnungen beschuldigt wurde, werden in der Erklärung nicht angesprochen.

Die Stadt Los Angeles hatte die Deutsche Bank im Mai 2011 im Zusammenhang mit dem Erwerb von mehr als 2.200 Immobilien verklagt. Einen Antrag der Bank, die Klage nicht zuzulassen, hatte Richter Elihu Berle vom California Superior Court zurückgewiesen.

Carmen Trutanich, die Anwältin der Stadt Los Angeles, hatte die Deutsche Bank nach eigener Aussage zur Zahlung von „mehreren hundert Millionen Dollar“ verpflichten lassen wollen. Duncan King, ein Sprecher der Deutschen Bank in New York, wollte den Vergleich nicht kommentieren. Vertreter der Anwältin Trutanich waren zunächst nicht zu erreichen.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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