Lustreisen-Skandal: Neues Reiseziel: Ibiza

Lustreisen-Skandal
Interner Bericht enthüllt Details der Ergo-Affäre

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Neues Reiseziel: Ibiza

So wurde Budapest zur Legende, zum größtmöglichen Glück für einen Versicherungsvertreter der Hamburg-Mannheimer. Die Führung beschloss zu Motivationszwecken eine Wiederholung.

Nach Auskünften von Griese und D. gab der damalige HMI-Vertriebsvorstand Dr. Redanz anlässlich einer Lenkungsausschuss-Sitzung des Projekts „Neue HMI“ am 13.12.2007 gegenüber selbstständigen Führungskräften des Strukturvertriebs die Zusage, die „Veranstaltung Budapest 2007“ im Folgejahr wieder durchzuführen. (Ergo-Konzernrevision, Fachbericht Seite 19)

Die neue Reise wäre in der Verantwortung von Ludger Griese erfolgt, der am 1. Juli 2007 als Vertriebschef angetreten war. Doch Griese zögerte.

Griese hat im Nachgang zur Projektsitzung „Neue HMI“ der Organisation einer erneuten Sommerveranstaltung im Jahre 2008 widersprochen. Das heißt, zu diesem Zeitpunkt hatte er Kenntnis über die Veranstaltung in Budapest. Griese hat dazu ausgeführt, dass er nach Kenntnisnahme niemanden denunzieren und gleichzeitig aber für die Zukunft sicherstellen wollte, dass sich Derartiges nicht wiederholt. (Ergo-Konzernrevision, Fachbericht Seite 19)

Doch Griese hatte die Rechnung ohne den Wirt gemacht, genauer: die Partyplanung ohne den Vertrieb.

Um eine Wiederholung der Vorfälle zu vermeiden und gleichzeitig eine für Redanz gesichtswahrende Lösung aufzuzeigen, wurde nach Auskunft von Griese und D. in der Wettbewerbsausschreibung neben der Reise auch ein hochwertiges Sachgeschenk in Form eines MacBook Air ausgelobt.

Von den 17 Wettbewerbsgewinnern entschieden sich 15 für das Notebook. Die Generalrepräsentanten Thust und Can K. wählten die Reiseoption und ließen sich laut D. nicht auf den Sachpreis umstimmen. (Ergo-Konzernrevision, Fachbericht Seite 19)

Kommentare zu " Lustreisen-Skandal: Interner Bericht enthüllt Details der Ergo-Affäre"

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  • Vielen Dank für die investigative,
    ausdauernde Berichterstattung des Handelsblattes
    über das Syndikat Ergo und Munich Re.

    Die Berichterstattung wirft ein permanentes Schlaglicht auf illegale Geschäftsmethoden und Vertuschungsversuche
    zu Lasten der betroffenen Kunden und der Allgemeinheit.

    Somit kann der Leser nachvollziehen,
    mit wem man keine Verträge abschließen sollte.

    Dank dem Handelsblatt haben 14.000 Riester-Kunden in 2011 einen Ausgleich

    -für die vom Vorstand seit 2005 nur zu gerne gebilligte ungerechtfertigte Bereicherung im Bereich überzogener Kostensätze-

    erhalten.

    Ohne das Handelsblatt und seine Quellen,
    hätte das Syndikat diesen Ausgleich nicht betrieben.

    Weiter so.

  • Ist doch immer wieder erstaunlich wie sich hier die noch ERGOrianer über die Aufarbeitung der Presse mit ihrem Saftladen äußern.Selber wissen sie genau was für ein Scheißladen sich hinter dem Synonym ERGO versteckt. In dieser Firma sind sich alle VIER (DKV,HM,DAS und Victoria)so spinnefeind.....jeder lästert über den Anderen.....Man muß nur die Fluktuation und die Schließungen der Büros anschauen.Traurig....aber: Wir haben verstanden.......ob sie es jemals verstehen ?????

  • ERGO ist echt der letzte Laden!
    Millionen für IT Projekte in den Sand gesetzt - Millionen an Skandalsaufbereitung---- und die treuen langjährien Mitarbeiter die alle Veränderungen mitgetragen haben zahlen die Zeche indem 1500 MAK im Vertieb zum 01.01.2014 abgebaut werden. Überigens nicht in der HMI (ERGO Pro) komischerweise. Missmanagment ohne Skrupel. Das geistige Eigentum und die Identifikation mit dem Unternehmen ist verloren und kommt auch bei den aktuell handelten Personen nie wieder zurück, da es diese Personen auch nicht interessiert. Herzlich Willkommen LEITBILD ERGO

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