Madoff-Betrugsskandal
JP Morgan soll vor Milliardenvergleich stehen

Bernard Madoff nutzte JP Morgan rund 20 Jahre für seine Geschäfte. Fünf Jahre nach dem Betrugsskandal soll die Bank nun vor einem Milliardenvergleich stehen - und würde damit zugeben, Warnsignale überspielt zu haben.
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New YorkIm Zusammenhang mit dem Betrugsskandal um den inhaftierten Ex-Makler Bernard Madoff steht die US-Bank JP Morgan Chase vor einem Milliardenvergleich. Wie Insider sagten, verhandelt der Finanzkonzern mit US-Ermittlern und -Aufsichtsbehörden über eine Strafe von zwei Milliarden Dollar.

Demnach würde die damalige Hausbank Madoffs eingestehen, die Behörden trotz Warnsignalen nicht informiert zu haben. JP Morgan äußert sich zunächst nicht dazu.

Madoff nutzte die Bank rund 20 Jahre lang für seine Geschäfte. Mit einem über Jahrzehnte betriebenen Schneeballsystem verursachte der Finanz- und Börsenmakler einen Schaden von 65 Milliarden Dollar und wurde im Jahr 2009 zu 150 Jahren Haft verurteilt. JP Morgan wird vorgeworfen, bei Madoffs Geschäften weggesehen zu haben - oft um mehr Gebühren und Provisionen zu kassieren.

JP Morgan hatte sich erst im November mit den US-Behörden wegen anderer Vorwürfe auf die Zahlung von 13 Milliarden Dollar geeinigt. Bei diesem Vergleich ging es um Hypotheken, die das Institut vor der Finanzkrise in Wertpapieren bündelte und an Investoren verkaufte.

Nach dem Ende des US-Immobilienbooms wurden viele Papiere praktisch wertlos. JP Morgan wird vorgeworfen, Anleger hinters Licht geführt zu haben.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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