MAN-Scania-Übernahme Banken rangeln um die besten Plätze

Mit einem Volumen von mindestens zehn Mrd. Euro lockt der Übernahmeversuch von MAN für den schwedischen Konkurrenten Scania gleich scharenweise Banken an. Die Geldhäuser hoffen auf wichtige Punkte im Kampf um die vorderen Plätze auf den prestigeträchtigen League-Tables, die die Leistungskraft der Investmentbanken messen.

mm LONDON. MAN-Chef Hakan Samuelsson lässt sich von der kleinen, ganz auf das Übernahmegeschäft spezialisierten Bank Greenhill beraten, die zuletzt auch Bayer bei der Übernahme von Schering unterstützte.

Neben Greenhill berät die Citigroup MAN. Der amerikanische Finanzriese organisiert auch die Finanzierung der Transaktion. Zum Konsortium, dass die Kredite für den möglichen Kauf bereitstellt, gehören außerdem die BayernLB, die WestLB, die Royal Bank of Scotland und die schwedischen Handelsbanken. Damit baut die Citigroup ihre Stellung im deutschen Übernahmegeschäft weiter aus. Bereits in der Halbjahresabrechnung belegt das Institut mit leichtem Vorsprung vor der Deutschen Bank den ersten Rang. Greenhill rangierte im ersten Halbjahr auf Rang elf.

Das potenzielle Übernahmeopfer Scania hat Morgan Stanley als Berater engagiert. VW ist nach Informationen aus Finanzkreisen noch mit der Auswahl einer Investmentbank beschäftigt. Der Wolfsburger Autokonzern hält 34 Prozent der Scania-Stimmrechte.

Sollte sich der Übernahmekampf zu einer regelrechten Schlacht entwickeln, dürften die Kombatanten schnell weitere Berater an Bord holen. „Das passiert allein schon, um zu verhindern, dass eine gute Investmentbank den Gegner berät“, erläutert ein Londoner Banker. Am Übernahmekampf der Stahlriesen Mittal und Arcelor waren am Ende 19 Geldhäuser beteiligt.

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