Mangelnder Datenschutz
Morgan Stanley zahlt Strafe

Nach Diebstahl der Daten von hunderttausenden Kunden durch eigene Mitarbeiter, ist die US-Großbank Morgan Stanley zu einer Strafe verdonnert worden. Ein Mitarbeiter hatte bereits eine Bewährungsstrafe erhalten.

Nach dem Diebstahl hunderttausender Kundendaten durch einen Mitarbeiter muss die US-Investmentbank Morgan Stanley wegen zu laxer Sicherheitsvorkehrungen eine Strafe in Höhe von einer Million Dollar (878.800 Euro) zahlen. Die Bank habe den Zugang ihrer Mitarbeiter zu vertraulichen Kundendaten nicht angemessen begrenzt, erklärte die US-Börsenaufsicht SEC am Mittwoch. Angesichts der Gefahren von Cyberkriminalität sei die Datensicherheit aber ein „höchst wichtiger Aspekt“.

Ein Angestellter von Morgan Stanley hatte laut SEC zwischen 2011 und 2014 die Daten von 730.000 Kunden heruntergeladen und sie auf seinem heimischen Computer gespeichert. In diesen seien vermutlich Dritte eingedrungen und hätten einige Daten im Internet zum Verkauf angeboten. Es gebe aber keine Hinweise darauf, dass Kunden dadurch finanziell geschädigt worden seien, betonte Morgan Stanley nach Bekanntwerden des Datenklaus Anfang 2015.

Der Angestellte von Morgan Stanley wurde inzwischen zu einer Bewährungsstrafe von 36 Monaten verurteilt. Zudem muss er eine Entschädigung von 600.000 Dollar zahlen.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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