Manipulation Untersuchungskommission zu Australiens Finanzsektor nimmt Arbeit auf

Die Geschäftsführer von Australiens vier größten Banken haben zugegeben, Preise und Zinssätze gegenüber Kunden manipuliert zu haben.
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Im November letzten Jahres hatte er eine Kommission aufgestellt, die die australische Bankenlandschaft näher unter die Lupe nehmen soll. Quelle: AFP
Australischer Premier Malcolm Turnbull

Im November letzten Jahres hatte er eine Kommission aufgestellt, die die australische Bankenlandschaft näher unter die Lupe nehmen soll.

(Foto: AFP)

MelbourneEine mit großen Vollmachten ausgestattete Kommission hat in Australien eine umfassende Untersuchung des Finanz- und Bankensektors aufgenommen. Sie war eingesetzt worden, nachdem die Geschäftsführer von Australiens vier größten Banken zugegeben hatten, unter anderem ihren Kunden zu hohe Preise berechnet und Zinssätze manipuliert zu haben.

Unter anderem haben fast sechs Millionen Australier ihre Häuser mit Krediten finanziert und sind so von den Betrügereien betroffen. Premierminister Malcolm Turnbull hatte die Kommission im November einberufen. Ihre Einsetzung sei „bedauerlich, aber notwendig“, sagte er. Sie wird geleitet vom ehemaligen Richter am obersten Gerichtshof Kenneth Hayne. Es handelt sich um eine sogenannte Royal Commission. Diese mächtigen Untersuchungskommissionen werden in Australien zur Aufarbeitung von Vorkommnissen mit nationaler Bedeutung eingesetzt.

Seit Beginn der Untersuchungen gingen auf der Website der Kommission bereits 385 offizielle Beschwerden aus der Bevölkerung ein, wie es im Protokoll der ersten Sitzung hieß. Diese Beschwerden waren am Montag noch nicht Thema der ersten Verhandlungen, seien aber ein wichtiger Bestandteil der weiteren Ermittlungen, sagte Hayne. „Wir müssen so fortfahren, dass wir anhand von Fallbeispielen untersuchen, welchen Arten von Fehlverhalten vorgefallen sind, warum sie passierten, was stattdessen hätte getan werden sollen, was die Reaktion auf die Entdeckung des Fehlverhaltens war - und welche Schlüsse daraus gezogen werden können.“

Ein vorläufiger Abschlussbericht der Kommission ist für September diesen Jahres angekündigt. Die endgültigen Ergebnisse sollen im Februar 2019 vorliegen.

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  • dpa
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