Manipulation von Referenzsätzen
Libor-Vergleiche ebnen Weg für weitere Ermittlungen

Mehrere Großbanken schlossen Milliardenvergleiche wegen der Manipulation wichtiger Referenzsätze wie dem Libor. Zudem verpflichteten sie sich, bei weiteren Ermittlungen zu kooperieren. Nun schlagen die Aufseher zu.
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New YorkDie Vergleiche im Skandal über die Manipulation des Londoner Interbankensatzes Libor öffnen die Tür für weitere Prüfungen bei den Banken. Diese haben gute Gründe, die gleichzeitig laufenden Untersuchungen über die angebliche Manipulation eines Referenzsatzes für Zinsderivate zu unterstützen. Sonst droht ihnen nämlich eine Strafverfolgung in den USA.

Barclays, UBS und die Royal Bank of Scotland (RBS), die im Libor-Skandal Strafen in Höhe von insgesamt rund 2,5 Milliarden Dollar gezahlt haben, verpflichteten sich im Rahmen der Vergleiche dazu, keine Beweismittel bei der Untersuchung der möglichen Manipulation der Benchmark für Zinsderivate, Isdafix, zurückzuhalten, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg von einer mit den Untersuchungen vertrauten Person erfuhr, die nicht namentlich genannt werden wollte. Sollten die Banken dem nicht nachkommen, riskieren sie eine Strafverfolgung durch die US-Justiz.

„Diese Banken müssen kooperieren“, sagt Peter Henning, ein Jura-Professor an der Wayne State University, der zuvor dem US-Justizministerium angehörte. „Man hat sie in der Zange.“

Das US-Justizministerium hatte die Strafverfolgung der drei Banken als Teil der Libor-Vergleiche ausgesetzt. Allerdings wird die Aufsichtsbehörde Commodity Futures Trading Commission (CFTC), der Hauptermittler in der Isdafix-Untersuchung, das Ministerium über die eigenen Prüfungen auf dem Laufenden halten, wie Henning erläutert. Barclays hat bereits Aufzeichnungen von Händler-Telefongesprächen an die CFTC weitergegeben.

Barclays-Sprecherin Kerrie Cohen, UBS-Sprecherin Megan Stinson und Ed Canaday von der RBS wollten zu den Informationen keine Stellung beziehen. CFTC-Sprecher Steve Adamske gab ebenfalls keinen Kommentar ab. Die Aufsichtsbehörden untersuchen die mögliche Manipulation führender Referenzsätze an den weltweiten Märkten, von Zinssätzen angefangen über Währungen und bis hin zu Rohstoffen.

In Deutschland die prüft Finanzmarktaufsicht Bafin Vorwürfe, deutsche Banken hätten sich an der Manipulation eines Isdafix-Satzes beteiligt. Die Behörde stehe in Kontakt mit den deutschen Kreditinstituten, die Daten für die Benchmark liefern, erklärte ein Bafin-Sprecher. Die betroffenen Banken wollte er nicht nennen.

Laut der Internetseite der International Swaps and Derivatives Association (ISDA) liefern die Deutsche Bank, die Commerzbank und die zur Unicredit gehörende Hypo-Vereinsbank Werte für die Isdafix-Eurosätze. Der Bafin liegen derzeit noch keine Hinweise vor, dass die von ihr geprüften deutschen Kreditinstitute an Manipulationen beteiligt waren, so Fischer.

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Mehr als ein Dutzend Händler befragt

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  • Lawyer
    Es stinkt in dem Himmel, wenn die Banker den Steuerzahler belasten und dann noch überhöhte Tandieme bekommen und zusätzlich frische Luft schaufeln können. Wenn wird es endlich einmal in Deutschland einen Banker geben der von der Bafin, der Staatsanwaltschaft wegen Betruges (§ 263 StGB) oder Untreue (§ 266 StGB) zur Rechenschaft gezogen werde. In den Plagiatsfällen wird da schonungslos vorgegangen, weil diese angeblich "abgekupfert" haben und die Banker, die mit Billionen in Dollars spekulieren und somit systemrelevant sind, Schaden für die Volkswirtschaft eines oder mehrere Ländern hervorrufen, gehen mit "Handgeld" aus dem Unternehmen noch straffrei raus. Schizophrener kann es wirklich nicht mehr sein. Jeder kleiner Ladendiebstahl wird gnadenlos verfolgt, weil sich derjenige nicht mehr wehren kann oder in Fällen des Versicherungsbetruges, wird auch von Seiten der StA-waltschaft die Härte des Gesetzes hervorgeholt und auch die Versicherervorstände sitzen in den Aufsichtsratsgremien der Banken und "Wissen" nicht, was bei denen im Hause vor sich geht. Die Staatsanwälte und die unabhängigen Richter sollte man gleich mit auf die Anklagebank setzen.

  • CDS
    Hoffentlich kommen nicht noch die Bauern auf den Gedanken, einmal ihren Kuh - und Schweinedunk mit Hybridzertifikaten für den Verbraucher zu kreieren, damit diese noch schnell ihre Schnitzel und Schweinshacksen billiger kaufen können.
    Also ratsam für den Verbraucher demnächst einmal auf die Fleischverpackungen zu schauen, ob diese noch mit Zertifikaten der Bauern belastet sind.

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