Marktmanipulationen
Internationaler Finanzszene droht der nächste Skandal

Ist der Libor-Skandal nur die Spitze des Eisbergs? Banken haben nach Recherchen von US-Behörden auch andere Referenzzinssätze manipuliert, um hohe Gewinne einzustreichen. Im Visier ist auch eine deutsche Bank.
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Ermittlungen der US-Behörden haben Belege dafür erbracht, dass Banken Millionen von Dollar an Handelsgewinnen eingestrichen haben, indem sie einen Benchmark für Zinssatz-Derivate manipulierten – auf Kosten von Unternehmen und Pensionären.

Damit mehren sich die Anzeichen, dass Banken zu ihrem finanziellen Vorteil Referenzsätze an den weltweiten Märkten manipulierten, von Zinssätzen über Währungen bis hin zu Rohstoffen. Die Enthüllungen über die Manipulation des Referenzzinses Libor dürften damit nur die Spitze des Eisbergs sein. Die Libor-Ermittlungen haben bislang zu Strafen im Umfang von rund 2,5 Milliarden Dollar gegen Barclays, UBS und die Royal Bank of Scotland geführt.

Aus aufgezeichneten Telefongesprächen und E-Mails, die von der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) überprüft wurden, ging hervor, das Händler von Wall-Street-Banken die Broker bei ICAP in New Jersey anwiesen, Zins-Swaps zu kaufen oder zu verkaufen, um den Referenzsatz ISDAfix auf ein vorher bestimmtes Niveau zu bringen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg News unter Berufung auf Informationen von einer mit den Vorgängen vertrauten Person. ISDAfix ist eine Referenzkennzahl für Zinssätze im Interbankenhandel auf Basis von Swap-Sätzen.

ICAP ist der größte Broker von Zins-Swaps zwischen Banken. Die Firma erhält Kommissionen, basierend auf dem Volumen der zustande kommenden Transaktionen. Die Zins-Swap-Abteilung von ICAP in Jersey City trägt informierten Kreisen zufolge den Spitznamen „Schatzinsel“ wegen der hohen Kommissionen.

Durch die Manipulation von ISDAfix konnten die Banken von separaten Derivategeschäften mit Kunden profitieren, die sich gegen Veränderungen bei Zinssätzen absichern wollten. Die ISDAfix-Sätze bestimmen die Preise für die Zins-Swaps, die Vermögensverwalter vom California Public Employees' Retirement System bis zu Pacific Investment Management Co. verwenden, wie weiter verlautete.

Die Praxis dürfte gegen das Dodd-Frank-Gesetz zur Finanzmarktreform aus dem Jahr 2010 verstoßen. Darin wird Händlern untersagt, absichtlich in die geordnete Ausführung von Transaktionen zur Festlegung von Settlement-Preisen einzugreifen. Bloomberg News hatte erstmals im April über die Manipulation von ISDFAfix-Quoten berichtet.

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„Schäden potenziell größer als beim Libor“

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  • Sie vergessend abei eines: Wo an der Börse gewinne erzielt werden, ist auch direkt an der Börse für andere Verlust da. Soll heißen, dass ihr möglicher Gewinn auf dem Verlust anderer beruht. --- Der "kleine Mann" als Kleinanleger wird NIEMALS die Mittel und Möglichkeiten haben, den Börsenmarkt zu überblicken wie es Banken tun und Gewinne sind daher für kleine Anleger reine Glückssache. --- Wenn sie spekulieren verlieren sie gegen die Großen die mit ihre Finger im Spiel haben!

  • 5 jahre krise...

    und geändert hat sich nichts....

    man "ändert" sich nicht in der Szene...

    man gibt nur zu was offensichtlich wird....

    eigentlich hätte man die Zeit nutzen müssen für Tabula Rasa zu machen.... stattdessen schiebt man nur ne Riesige Blase vor sich her...

    Für weitere "Rettungen" gilt nicht OB das nochmal nötig wird sondern nur WANN

  • Manipuliert oder kontrolliert? "Kursfeststellung ist der kontrollierte (nicht objektive) Übergang von vielen Informationen zu einem definierten Wert und definierten Risiko". Da helfen nur Regeln, die einzuhalten sind. Wer dagegen vestößt, wandert ein.

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