Martin Blessing zu Grexit
„Ein Grexit wäre nicht das Ende der Euro-Zone“

Commerzbank-Chef Martin Blessing glaubt, dass der Euro weiterbestehen kann – auch nach einem möglichen Grexit. Die Euro-Zone wäre allerdings herausgefordert: Eine Institution hätte alles in der Hand.
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DüsseldorfSollte Griechenland aus dem Euro austreten, wäre das „nicht das Ende der Euro-Zone“, glaubt Martin Blessing, Chef von Deutschlands zweitgrößter Bank, der Commerzbank. Es wäre allerdings ein herausfordernder Test für die verbleibende Währungsunion. Ob der Test gelingt, hänge nicht zuletzt an der Europäischen Zentralbank (EZB). Nur wenn sie Rückendeckung gebe, seien die Auswirkungen eines möglichen Grexit zu managen.

Die Suche nach einer Einigung wird immer dringlicher. Wenn Griechenland es versäumt, rechtzeitig einen Reformplan vorzulegen, den die internationalen Gläubiger akzeptieren, riskiert es die 7,1 Milliarden starke letzte Tranche aus dem aktuellen Hilfsprogramm zu verlieren. Dann könnte der Krisenstaat auch den am selben Tag fälligen Kredit an den IWF nicht zurückbezahlen.

Premierminister Alexis Tsipras und die Gläubigervertreter von EZB, IWF und der Europäischen Kommission kommen heute wieder zusammen, um die Gespräche fortzusetzen. In der Nacht war die Diskussion zunächst vertagt worden.

Eine Einigung am heutigen Donnerstag „wäre das beste Ergebnis“, sagte Blessing. Ein Scheitern des Deals bedeute im Gegenzug aber, dass die verbleibenden Euro-Staaten enger zusammen rücken müssten. „Die Euro-Zone hat seien Wettbewerbsfähigkeit gesteigert“, so Blessing. Das sollte man nicht aufs Spiel setzen.

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Bloomberg / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Martin Blessing zu Grexit: „Ein Grexit wäre nicht das Ende der Euro-Zone“"

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  • Ein Grexit wäre nicht das Ende der Euro-Zone, genau so wenig wie ein Scheitern des Euro das Ende von Europa bedeuten würde.

    Es handelt sich hier um Sprüche von Personen, die den Menschen Angst machen wollen, sich aufgrund ihrer Ausbildung (Physiker etc.) aber besser um eine für die Bürger kostengünstigen Energieversorgung kümmern sollten.

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