Maxime: „Wachstum, Wachstum und nochmals Wachstum“: Deutsche Börse will im Ausland expandieren

Maxime: „Wachstum, Wachstum und nochmals Wachstum“
Deutsche Börse will im Ausland expandieren

Die Deutsche Börse will in den nächsten Jahren stark im Ausland expandieren und setzt dabei auch auf Zukäufe und Kooperationen. "Unsere Maxime für das laufende und die kommenden Jahre lautet: Wachstum, Wachstum und nochmals Wachstum - und zwar im Binnenmarkt ebenso wie im außereuropäischen Ausland", sagte Börsen-Chef Reto Francioni.

HB FRANKFURT. "Je nach Land und je nach Situation wählen wir dafür das am besten geeignete Format - sei es einen Merger, wie im Fall der ISE, oder eine offenere Form der Kooperation, wie im Fall der Bombay Stock Exchange, oder auch den Aufbau lokaler Strukturen", erläuterte Francioni am Montag auf dem Neujahrsempfang in Frankfurt. "Wachsen und im Wettbewerb bestehen können wir nur durch Internationalisierung." Deshalb werde der Konzern seine Produktpalette weltweit gezielt um neue Asset-Klassen und neue Kundengruppen ausweiten.

Große Zukäufe stehen nach Aussagen von Finanzvorstand Thomas Eichelmann aber nicht bevor. "Es gibt derzeit keine großen Möglichkeiten", sagte er. Von den starken Kursschwankungen an den Aktienmärkten weltweit verspricht Eichelmann sich ein anhaltend gutes Geschäft. "Die Volatilität wird erstmal anhalten. Wir werden davon profitieren."

Francioni betonte, die Börse müsse ihre Kosten im Griff behalten und technologisch ihre Spitzenstellung behaupten. Das sei auch der wesentliche Grund für den Umzug der Büros vom Frankfurter Stadtteil Hausen ins benachbarte Eschborn gewesen, der die Steuerlast massiv drücke. In zwei Schritten soll der Umzug in einen modernen Neubau bis 2010 abgeschlossen sein.

Nach jahrelangen Bemühungen in der Branche um Börsenfusionen ist die Frage der Konsolidierung Francioni zufolge nicht mehr das alles beherrschende Thema. "Die Frage der Konsolidierung, das ist unsere feste Überzeugung, tritt zunehmend hinter die Frage des Wachstums zurück. Und das ist sicher nicht das Schlechteste", sagte der Vorstandschef.

"Es ist sicher nicht erledigt, aber der Kauf ist die eine Sache, eine erfolgreiche Integration eine andere." Zweimal scheiterte die Deutsche Börse in der Vergangenheit mit ihren Fusionsplänen mit der London Stock Exchange. Auch der Versuch, gemeinsam mit der Vier-Länder-Börse Euronext eine europäische Börse zu schaffen, war fehlgeschlagen.

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