Medienbericht
Commerzbank will weitere Jobs streichen

Das Geldinstitut plant offenbar, im Rahmen des Konzernumbaus 2013 weitere Stellen abzubauen. Besonders der Standort Frankfurt soll betroffen sein, berichtet ein Insider. Die Commerzbank wollte sich dazu nicht äußern.
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Frankfurt/MainDie Commerzbank plant nach Informationen der „Wirtschaftswoche“ im Zuge ihres Konzernumbaus weitere Stellenstreichungen. Betroffen ist nach Darstellung des Magazins vor allem die Frankfurter Zentrale. Auch der Aufsichtsrat solle verkleinert werden. „Wir rechnen Anfang 2013 fest mit einem weiteren Abbauprogramm“, zitierte die „Wirtschaftswoche“ auf ihrer Internetseite ein Betriebsratsmitglied. Die Commerzbank lehnte eine Stellungnahme am Samstag ab.

Die Mitarbeiter der Bank seien über den Jobabbau bislang noch nicht informiert, heißt es in dem Bericht weiter. Mehrere Betriebsräte gingen aber davon aus, bald zu entsprechenden Gesprächen eingeladen zu werden. Spätestens aber bei einer Strategietagung im September sollen Details ans Tageslicht kommen.

Der neunköpfige Vorstand werde nicht verkleinert, allerdings sollen die Aufgaben neu verteilt werden. Vorstand Jochen Klösges darf demnach bleiben, obwohl er seine bisherigen Aufgaben verliert, wenn die Bank die Finanzierung von Schiffen und Gewerbeimmobilien abwickelt.

Die Commerzbank hatte Ende Juni eine Verschärfung ihres Konzernumbaus angekündigt. „Wir müssen die Risiken konsequent reduzieren und uns auf das Geschäft konzentrieren, das nachhaltig profitabel ist“, erklärte Bankchef Martin Blessing. Das zyklische Geschäft mit Schiffen und gewerblichen Immobilien gehöre nicht dazu. Die seit der Finanzkrise teilverstaatlichte Bank überprüft zudem sämtliche Geschäftsbereiche. Die Ergebnisse sollen im Herbst vorliegen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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