Medienbericht
Dexia braucht bis zu sechs Milliarden Euro

Einer belgischen Tageszeitung zufolge soll die Dexia-Bank bis zu sechs Milliarden Euro benötigen. Bis zu drei Milliarden davon werde wohl Belgien übernehmen. Indes fehlt immer noch eine endgültige Lösung für den Konzern.
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BrüsselDie angeschlagene belgisch-französische Dexia-Bank braucht laut Medieninformationen in den kommenden Wochen eine Kapitalspritze von fünf bis sechs Milliarden Euro. Das berichtete die belgische Tageszeitung "Le Soir" am Dienstag unter Berufung auf einen belgischen Minister, dessen Name nicht genannt wurde. Laut der Nachrichtenwebsite Sudinfo.be sagte dieser Minister, Belgien werde wahrscheinlich 2,5 bis drei Milliarden davon übernehmen.

Wieviel die Bank für eine Rekapitalisierung braucht, könnte am 8. November klar sein, wenn die Quartalszahlen veröffentlicht werden. Die Dexia-Bank stand im vergangenen Jahr infolge der Euro-Schuldenkrise kurz vor dem Zusammenbruch und wird deshalb abgewickelt.

Die EU-Kommission erlaubte Belgien, Frankreich und Luxemburg Ende September, die Bank bis zum 31. Januar mit einer Garantie in Höhe von 55 Milliarden Euro zu stützen. Der Schirm soll die geordnete Zerschlagung der Bank gewährleisten.

Eine endgültige Lösung für den Konzern steht indes noch aus. Die Kommission hat die Pläne zur Zerschlagung von Dexia noch nicht gebilligt. Erst dann kann der von den drei Ländern zugesagte Rettungsschirm über 90 Milliarden Euro in Kraft treten, der die provisorische Stütze von 55 Milliarden Euro ablösen würde. Besonders zwischen Belgien und Frankreich ist aber umstritten, wer einen wie großen Teil der finanziellen Last schultert.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Medienbericht: Dexia braucht bis zu sechs Milliarden Euro"

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  • Mit der Dexia dürfte kaum noch einer Geschäfte machen. Man weiß halt nicht, ob es die Bank Morgen noch gibt. Ist ein sterben auf Raten für die Dexia. Die Dexia ist in Belgien, Frankreich und Luxemburg verwurzelt. Keiner möchte die Verluste einer schnellen Auflösung tragen.

  • ... und noch eine Bank außer Kontrolle
    Dieses Institut - wie so viele andere wie zb die HRE in Deutschland - sind Zombie Banken. Die gehören nicht "rekapitalisiert" (nettes Wort für das Rauskaufen der Verantwortlichen durch die Steuerzahler) sondern liquidiert mit deren Gesamtvermögen und abgewickelt. Ob es Staaten oder Banken sind: warum gibt es keine Möglichkeit diese Pleite lassen zu gehen? Die Antwort ist: weil diese ein zu profitables Geschäft für die Finanzgeier auf der ganzen Welt sind...

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