Medienbericht
Einführung von Solvency II wird verschoben

Nicht zum Jahresende 2012 sondern erst im Sommer 2013 sollen die neuen Regeln für Europas Versicherer laut einem Medienbericht gelten. EU-Parlament und Mitgliedsstaaten brauchen offenbar mehr Zeit für Beratungen.
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BerlinDie EU-Kommission will einer Zeitung zufolge die Einführung der neuen Aufsichtsregeln für Europas Versicherer verschieben. Ein Gesetzesvorschlag sehe vor, den 30. Juni 2013 als neues Datum für die Implementierung von „Solvency II“ festzulegen, berichtete die „Financial Times Deutschland“ (Donnerstagausgabe) einem Vorabbericht zufolge. Bislang sei der 31. Dezember 2012 geplant. Dies sei von einer Sprecherin des Binnenmarktkommissars Michel Barnier bestätigt worden. Grund sei, dass EU-Parlament und Mitgliedsstaaten mehr Zeit bräuchten, um sich über die genaue Ausgestaltung der Regeln zu einigen. Die Vorgaben sollten dann ab dem 1. Januar 2014 für alle Versicherer verbindlich sein.

Solvency II soll die Branche krisenfester machen, indem ausreichend Kapital für alle tatsächlichen Risiken vorgehalten werden muss. Bisher wird nur pauschal berechnet, viele Risiken wie etwa Aktieninvestments werden gänzlich ignoriert. Kritiker halten die Regeln für zu kompliziert und warnen vor höheren Preisen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Die Politiker sind gut beraten, innezuhalten und die Erfolge der bisherigen Regelungsflut einmal kritisch zu beleuchten.

    Statt der bankseitigen Ausfallsicherheit haben uns die Bankregeln zu den größten Stützungsaktionen aller Zeit geführt. Das muss doch den Dümmsten nachdenklich stimmen.

    Man möge sich der geistigen Väter der Regelwerke erinnern und hinterfragen, ob die vielleicht nicht sauber getickt haben. Wie kann man Aufsichtsregeln schaffen, die sich im Einsatz als Brandbeschleuniger entpuppen.

    Auch die hiesigen Politiker müssen sich aber auch an die eigene Nase fassen, haben sie doch eben diese Regelwerke in Gesetzesstatus gehoben und mit der nötigen Treibladung versehen.

    Wenn die Wähler dahinter kommen, möchte ich nicht in deren Haut stecken.

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