Medienbericht
Große Kreditinstitute Europas bunkern Geld

Europas Großbanken parken immer mehr Liquidität bei den Zentralbanken. Nach einem Zeitungsbericht horteten die zehn größten Banken Ende März weltweit fast 1,2 Billionen US-Dollar bei den Notenbanken.
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London, FrankfurtDie großen europäischen Kreditinstitute horten einem Zeitungsbericht zufolge immer mehr Geld bei Zentralbanken. Wie das „Wall Street Journal“ (WSJ) am Montag berichtet, parkten die zehn größten Banken Ende März fast 1,2 Billionen US-Dollar bei Notenbanken weltweit. Das seien 128 Milliarden Dollar beziehungsweise zwölf Prozent mehr als noch im Dezember und 66 Prozent mehr als Ende 2010.

Die Zeichen deuteten daraufhin, dass die Eiszeit an den Interbankenmärkten wieder anbricht, nachdem die riesigen Geldspritzen der Europäischen Zentralbank (EZB) in den ersten drei Monaten des Jahres für etwas Tauwetter gesorgt hätten.

Die EZB hatte den Banken im Euroraum im Dezember und Februar insgesamt über eine Billion Euro an billigen Krediten für den ungewöhnlich langen Zeitraum von drei Jahren ausgereicht. Ziel war es, die angespannte Lage im Interbankensektor zu entspannen und eine Kreditklemme zu verhindern. Doch stattdessen wandern die Mittel größtenteils in die Vorsichtskasse, wie die „WSJ“-Recherchen zeigen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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