Medienbericht
JP-Morgan-Chef droht Bonus-Kürzung

Das Gehalt von JP-Morgan-Chef Jamie Dimon besteht zu mehr als 90 Prozent aus Bonuszahlungen. Die könnten demnächst gekürzt werden. Der Verwaltungsrat der US-Bank hätte dafür gute Gründe.
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New YorkDer gigantische Verlust mit Finanzwetten könnte auch für JP-Morgan-Chef Jamie Dimon ein teures Nachspiel haben. Laut „Wall Street Journal“ (Montag) erwägt der Verwaltungsrat der US-Großbank, seinem Topmanager den Bonus kräftig zu kürzen. Die Zeitung beruft sich dabei auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Mit dem Schritt wolle das Kontrollgremium auch wütende Aktionäre besänftigen, heißt es in dem Bericht.

Londoner Händler hatten mit verlorenen Finanzwetten im ersten Halbjahr einen Verlust von 5,8 Milliarden Dollar (4,5 Milliarden Euro) verursacht, der nach Angaben des Instituts sich noch auf 7 Milliarden Dollar erhöhen könnte. Der Schock war besonders groß, weil JPMorgan bislang als Hort der Stabilität galt. Von vier Managern hat die Bank wegen des Skandals bereits Boni zurückgefordert, mehrere Führungskräfte mussten gehen.

Dimon verdiente im vergangenen Jahr insgesamt 23 Millionen Dollar, davon 4,5 Millionen als Bar-Bonus und 17 Millionen als Prämie in Aktien, nur 1,5 Millionen Dollar waren festes Gehalt. Die Vergütung von Managern ist ein heißes Thema an der Wall Street.

Im April hatten Citigroup-Aktionäre die vom Aufsichtsrat bereits genehmigte Bezahlung der Führungsriege auf der Hauptversammlung abgelehnt. Seitdem sucht der Verwaltungsrat nach einer Lösung, wie die Gehälter künftig berechnet werden sollen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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