Medienbericht JP Morgan wusste früh von Risikogeschäften

JP Morgan wusste wohl schon 2010 vom risikofreudigen Handeln der Börsenhändler. Der milliardenschwere Spekulationsverlust kostete die Bank im Mai 2012 nicht nur Geld, sondern auch Kreditwürdigkeit.
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Riskante Praktiken der Londoner Händler waren schon 2010 bei der US-Großbank bekannt. Quelle: AFP

Riskante Praktiken der Londoner Händler waren schon 2010 bei der US-Großbank bekannt.

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New YorkSchon zwei Jahre bevor die US-Investmentbank JP Morgan zwei Milliarden US-Dollar durch Fehlspekulationen verlor, sind einige Führungskräfte auf risikoreiches Verhalten durch Händler in London aufmerksam gemacht worden, berichtet das „Wall Street Journal“ in seiner Online-Ausgabe.

Gespräche mit mehr als einem Dutzend Angestellter der für die Verluste verantwortlichen obersten Investmentabteilung hätten ergeben, dass Diskussionen darüber, wie man den Londonern Einhalt gebieten könne, schon 2010 geführt worden seien.

Das Blatt berichtet, dass einige Vorstände über eine Wette auf Devisenoptionen, die schief ging, informiert gewesen waren und unterrichtet worden, dass Händler in Zukunft nicht mehr befugt seien, solche Risiken einzugehen. Die Bedenken, die schon im Jahr 2010 bestanden, zeigten, dass JP Morgan eine Chance hatte, die vermasselten Geschäfte zu vermeiden, die die Bank über die Jahre fast fünf Milliarden Dollar kosteten.

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