Medienbericht
JPMorgan investiert in die Risikokontrolle

Die US-Bank JPMorgen Chase investiert vier Milliarden von Dollar in die Risikokontrolle. 15 000 Mitarbeiter sollen künftig um die Verbesserung der Compliance kümmern.
  • 1

New YorkDie in mehrere Prozesse verwickelte US-Großbank JPMorgan Chase will zusätzlich Milliarden in die Verbesserung der Risikokontrolle und Compliance (Regeltreue) investieren. 1,5 Milliarden Dollar würden in die bessere Verwaltung der Risiken und Erfüllung der Richtlinien gesteckt, meldete das „Wall Street Journal“ am Donnerstag. Zudem sei geplant, die Rücklagen für die Gerichtsstreitigkeiten um 2,5 Milliarden Dollar zu erhöhen.

Um Risiken besser zu überwachen und unsaubere Geschäfte zu vermeiden, investiert das größte amerikanische Bankhaus in diesem Jahr zusätzlich vier Milliarden US-Dollar und stellt 5 000 weitere Mitarbeiter ab. Künftig sollen sich rund 15 000 Beschäftigte um die Risikokontrolle kümmern. JPMorgan hat weltweit insgesamt 250 000 Beschäftigte.

„Es ist unsere wichtigste Aufgabe, die Kontroll-Themen anzugehen“, zitierte das Blatt den seit 2005 amtierenden Vorstandschef Jamie Dimon. JPMorgan gilt eigentlich als einer der großen Gewinner der Finanzkrise. Das Institut erwirtschaftet Rekordgewinne.

Doch inzwischen drohen zahlreiche Rechtsstreitigkeiten den Ruf des Instituts zu beschädigen. In den USA laufen derzeit mindestens sieben Ermittlungen gegen die Bank etwa wegen mutmaßlicher Betrügereien im Energiehandel und im Geschäft mit Hypothekenpapieren. Seit 2008 hat das Institut nach Berechnungen der Nachrichtenagentur Bloomberg in Zusammenhang mit den Rechtsstreitigkeiten mehr als 21 Milliarden US-Dollar gezahlt - so viel wie keine andere US-Bank.

Allein durch einen Londoner Händler hatte das Haus Milliarden in den Sand gesetzt. Der Mann mit dem Spitznamen „der Wal“ nahm hochriskante Wetten vor, die sich nicht auszahlten. Das schadete dem Ruf der Bank. Das US-Justizministerium, die US-Börsenaufsicht und die britische Finanzaufsicht ermittelten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Medienbericht: JPMorgan investiert in die Risikokontrolle"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Bekommt die Elite jetzt volle Hosenbeine??? Drückt es schon alles, alles unten heraus? Nujadenn, wenn das Finanzsystem einkracht, dürfte es auch dort krachen. Wie soll es denn anders sein? Jetzt mal einen auf Risikovorsorge öffentlich daher puffern. Am Ende zahlt dann der dumme (amerikanische) Steuerzahler wieder die Feudalisten ab. Irgendwann wird auch in Amerika medcare nicht mehr geben. Und sie spekulieren weiter.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%