Medienbericht
UBS peilt Rendite von 10 bis 15 Prozent an

Am Dienstag wird die Schweizer Großbank UBS ihren Quartalsabschluss vorlegen. Trotz eines Handelsskandals in London wird ein Gewinn erwartet. Die angepeilte Eigenkapitalrendite dürfte Investoren aber eher enttäuschen.
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ZürichDie Schweizer Großbank UBS peilt laut einem Zeitungsbericht eine Eigenkapitalrendite von zehn bis 15 Prozent an. Der neue Konzernchef Sergio Ermotti werde das Ziel auf dem Investorentag Mitte November in New York ankündigen, berichtete die in Zürich erscheinende „SonntagsZeitung“ unter Berufung auf einen mit der Sache vertrauten UBS-Manager.

Ermotti, der nach dem überraschenden Rücktritt seines Vorgängers Oswald Grübel zum Interims-Chef berufen wurde, würde damit um fünf Prozentpunkte unter dem Ziel bleiben, das Grübel 2009 vorgegeben, aber in diesem Sommer nach einem Gewinneinbruch kassiert hatte.

Daneben dürfte Ermotti auf dem Investorentag in New York laut der Zeitung eine deutliche Verkleinerung der Investment Bank ankündigen. Die Sparte soll, so hatte Ermotti schon früher durchblicken lassen, auf das reduziert werden, was für das Vermögensverwaltungsgeschäft gebraucht wird. Eine Zerschlagung der Sparte gilt als ausgeschlossen. „Wir geben lediglich den Anspruch auf, eine weltweit führende Investmentbank zu sein“, zitierte die Zeitung den Insider.

Ende August hatte UBS einen Personalabbau um fünf Prozent angekündigt. Von den 3500 betroffenen Stellen sollen 45 Prozent auf das Investmentbanking entfallen, wo Mitte des Jahres knapp 17.800 Personen beschäftigt waren. Am Dienstag legt UBS den Abschluss für das dritte Quartal vor. Von Reuters befragte Analysten rechnen mit einem Gewinn von knapp 300 Millionen Franken nach 1,6 Milliarden im Vorjahr.

Ein im September aufgedeckter Handelsskandal in London trug der Bank einen Verlust von mehr als zwei Milliarden Dollar ein. Dass, wie UBS selbst erklärte, noch ein „moderater Gewinn“ herausschauen sollte, hat auch damit zu tun, dass der Handelsverlust der Bank einen Buchgewinn ermöglicht: Die eigenen Verbindlichkeiten verloren an Wert und das kann im Rahmen des sogenannten Fair-Value-Konzeptes als Gewinn gebucht werden.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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