Medienberichte
Klaus Esser soll Ackermann beim BHF-Problem helfen

Für den Kauf der Deutsche-Bank-Tochter BHF-Bank braucht die Beteiligungsgesellschaft RHJ Hilfe. Der US-Finanzinvestor General Atlantic Partners soll interessiert sein. Und der wird beraten von Klaus Esser.
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BerlinDie belgische Beteiligungsgesellschaft RHJ verhandelt einem Zeitungsbericht zufolge mit dem US-Finanzinvestor General Atlantic Partners über ein gemeinsames Gebot für die BHF-Bank. RHJ spreche derzeit mit potenziellen Co-Investoren, die helfen sollen, den rund 500 Millionen Euro teuren Kauf der BHF zu stemmen, berichtet die „Financial Times Deutschland“ vorab aus ihrer Freitagausgabe.

Das Pikante an der Geschichte: General Atlantic Partners wird beraten von Klaus Esser. Der Ex-Mannesmann-Chef ist ein guter alter Bekannter von Josef Ackermann, dem Chef der Deutschen Bank. Der war damals auch Aufsichtsratschef von Mannesmann. Der Gerichtsprozess um die Millionenabfindung Essers beherrschte jahrelang die Schlagzeilen - Stichwort Victory-Zeichen.

Neben General Atlantic (GAP) zähle zum Kreis der poteziellen Co-Investoren auch Pamplona, eine in London ansässige Beteiligungsfirma des früheren russischen Topbankers Alex Knaster. Bis November müsse RHJ, das von Ex-Dresdner-Bank-Vorstand Leonhard Fischer geleitet wird, ein Angebot abgeben. Danach laufe das exklusive Verhandlungsrecht für die Deutsche-Bank-Tochter aus.

Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann will die BHF, die ihm mit der Übernahme der Privatbank Sal. Oppenheim 2009 zugefallen war, verkaufen. Europas Schuldenkrise und die einbrechenden Kapitalmärkte machen es Interessenten jedoch schwer, Kapital aufzutreiben. Scheitert der Verkauf, ist die Zukunft der BHF völlig ungewiss. Deutsche Bank und RHJ lehnten einen Kommentar ab.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Thorsten Giersch
Thorsten Giersch
Chefredakteur Business bei der Verlagsgruppe Handelsblatt / Geschäftsführer digital bei planet c

Kommentare zu " Medienberichte: Klaus Esser soll Ackermann beim BHF-Problem helfen"

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  • Der saubere Herr Esser hat gezeigt, wie man leistungslos an
    die Millionen anderer herankommt (Mannesmann AG).Er hat die
    Zerschlagung eines der ältesten und wichtigsten deutschen
    Industrieunternehmen zu verantworten. Der gesamte Vorstand
    und der Aufsichtsrat griffen, streng hierarchisch aufge-
    reiht, für die "Leistung" eines Firmenverkaufs von Mannes-
    mann an Vodafone tief in die Firmenkasse.
    Eigentlich hatte man versagt! Denn einen Aufkauf durch die
    Engländer wollten weder die Mitarbeiter noch die Aktionäre.
    Im "Übernahmekampf" war man klar der Verlierer!Nur die ho-
    he Spekulation und die Empfehlung des Vorstands zu verkau-
    fen, ließen die Aktionäre umfallen.
    Kein Gefühl und keine Rücksicht auf die Tradition des Un-
    ternehmens und die wirtschaftliche und kulturelle Bedeu-
    tung, von der Ahnung über die Technik und deren Kern-
    struktur ganz zu schweigen.
    Der Anlagenbau der DEMAG, einer Tochter von Mannesmann,
    ging Pleite als Herr Esser im DEMAG-Vorstand war.
    Alles schlagender Beweise, daß Juristen nicht in den Vor-
    stand eines Industrieunternehmens gehören!
    Die Millionen aus der Firmenkasse ermöglichten einen Neu-
    start als Berater, diese aus den USA kommende Spezies, die
    es erst möglich machte, daß inkompetente Vorstände sich
    mit deren Hilfe (Expertisen) mit dynamisch vorgerecktem
    Kinn über Wasser halten konnten.
    Vorstände, die Berater nötig haben-sofort ablösen!

  • Frage: Das angebliche Kerngeschäft von Oppenheim ist: Vermögensverwaltung, ebenso jenes der BHF-BANK. Warum fusioniert man das nicht? Das Firmenkundengeschäft, das der BHF-BANK noch geblieben ist, kann in die Deutsche Bank integriert werden. Der Büroturm der BHF-Bank (nähe Opernplatz Frankfurt!)kann bestimmt lukrativ verkauft werden, sofern er der Bank noch gehört. Sofern die Räumlichkeiten angemietet sind, kann man sich die Miete dann sparen. Ja mein Gott, bin ich der Investment-Banker oder Joe?!


  • Wahrscheinlich muß jetzt auch noch das, was in den Banken noch übrig ist oder vom Steuerzahler noch gestohlen werden kann, in privaten Taschen verschwinden. Hierbei wird Herr Esser sicher mit einem signifikanten Leistungsbeitrag überzeugen. Stets getreu dem Motto: was nicht Dein ist laß nicht liegen, sonst könnte es ein anderer kriegen.

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