Medienberichte
Neuer Chef soll Deka-Fondsgeschäft ankurbeln

Die Deka setzt im schwächelnden Fondsgeschäft auf eine neue Führung. Laut Medienberichten soll der Verwaltungsrat am Mittwoch den Chefwechsel bei Deka Investment beschließen. Auf den Neuen warten gewaltige Aufgaben.
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FrankfurtAn der Spitze bei Deka Investment wird künftig Victor Moftakhar stehen. Das teilten zwei mit der Situation vertraute Personen am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters mit. Der 45-jährige löst dort den 64-jährigen Thomas Neiße ab, dessen Vertrag im Sommer nächsten Jahres ausläuft. „Neiße wird Moftakhar noch einige Zeit zur Seite stehen und so einen reibungslosen Übergang sicherstellen“, sagte einer der Insider.

Den anstehenden Generationswechsel, über den auch die „Welt“ berichtete, soll der Deka-Verwaltungsrat am Mittwoch parallel mit dem Einstieg ins Zertifikate-Geschäft beschließen. Moftakhar, der bisher für die Anlagestrategie der Deka verantwortlich ist, wird in seiner neuen Position unter anderem auch für Öffentlichkeitsarbeit zuständig sein.

Moftakhars Job soll einem Insider zufolge Frank Hagenstein übernehmen, der derzeit das Geschäft mit Rentenfonds leitet. Die Deka, die seit vergangenen Jahr alleine im Besitz der Sparkassen ist, wollte sich zu den Informationen nicht äußern.

Auf Moftakhar warten bei der Deka gewaltige Aufgaben. Wegen niedriger Zinsen und hoher Risikoscheu zogen die Anleger im ersten Halbjahr unter dem Strich 3,2 Milliarden Euro aus den Wertpapierfonds des Frankfurter Instituts ab, womit die Deka deutlich schwächer abschnitt als viele Konkurrenten.

Der kommissarische Deka-Chef Oliver Behrens hat kürzlich bereits angekündigt, Verantwortlichkeiten neu zu sortieren und Teams zu straffen, um das Abschneiden großer Deka-Fonds zu verbessern. Behrens wird als Deka-Chef am 1. November Platz machen für Michael Rüdiger, der von der Schweizer Großbank Credit Suisse ins öffentlich-rechtliche Lager wechselt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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