Medienberichte
NordLB-Aktionäre müssen auf Dividende verzichten

Die NordLB soll schrumpfen. In den kommenden Jahren sollen bis zu 650 Jobs abgebaut werden. Auch die Aktionäre sind betroffen: Sie sollen zwei Jahre lang auf Dividende verzichten.
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HannoverDie NordLB muss auf Druck der EU-Kommission schrumpfen und darf vorerst keine Gewinnbeteiligung an ihre Eigentümer überweisen. "Wir werden zwei Jahre keine Dividende an unsere Träger ausschütten", sagte NordLB-Chef Gunter Dunkel der "Börsen-Zeitung" vom Dienstag. Die EU-Kommission lege Wert darauf, dass die Bank ihren Kapitalpuffer durch die Einbehaltung von Gewinnen stärke. Die NordLB werde die Gelder allerdings auf ein Reservekonto legen und nach drei Jahren nachträglich überweisen, sofern die Lage der Bank dies zulasse. Die NordLB gehört mehrheitlich dem Land Niedersachen. Außerdem ist Sachsen-Anhalt sowie die Sparkassen in Niedersachen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern an dem Institut aus Hannover beteiligt.

Die NordLB, die ohne Staatshilfe durch die Finanzkrise gekommen war, musste auf Geheiß der EU-Bankenaufsicht EBA ihr Eigenkapitalpolster um 2,5 Milliarden Euro aufstocken. Das finanzielle Engagement der Bundesländer, die den Löwenanteil davon gestemmt hatten, bewertet die EU wiederum als Beihilfe, für die sie Auflagen verhängt. Die Bilanzsumme soll danach von derzeit 228 Milliarden Euro auf 200 Milliarden Euro im Jahr 2016 sinken, was die Bank laut Dunkel aber ohnehin geplant hatte. Sein Geschäftsmodell müsse das Geldhauses, das 2011 mit einem Gewinn von 536 Millionen Euro die profitabelste deutsche Landesbank war, allerdings nicht ändern.

Dunkel räumte jedoch ein, dass die Bank auch einige Entscheidungen umsetzen müsse, die sie aus eigenem Betreiben nicht getroffen hätte. Unter anderem müsse das Institut seine Büros in Peking, Madrid und Mumbai aufgeben. "Viel bedeutender ist, dass unsere wichtigen Auslandsniederlassungen London, New York, Singapur und Shanghai unangetastet bleiben", sagte Dunkel.

Zuvor hatte die "Neue Presse" (Hannover) berichtet, dass die Norddeutsche Landesbank in den kommenden Jahren laut Berichten bis zu 650 Stellen abbauen will. Die Pläne hingen auch mit dem EU-Beihilfeverfahren zusammen. Von dem Stellenabbau seien Hannover und Braunschweig besonders betroffen, hieß es. Betriebsbedingte Kündigungen seien in den nächsten Jahren jedoch ausgeschlossen.

Weltweit beschäftigt der Konzern mit seinen Tochtergesellschaften 7300 Mitarbeiter. Die NordLB hatte ihr Eigenkapital aufstocken müssen, um die Anforderungen der EU-Bankenaufsicht zu erfüllen. Die EU-Kommission will an diesem Mittwoch über die Zulässigkeit von Beihilfen für die NordLB und BayernLB entscheiden.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Wissen Sie auch was sie hier im allemeinen schreiben? Ich finde es eine Frechheit in dem einen Artikel zu lesen: "Die Landesbank hatte in den vergangenen beiden Jahren Staatshilfen in Höhe von 3,3 Milliarden Euro erhalten." und hier schreiben Sie wieder, dass die Nord/LB ohne Staatshilfen durch die Finanzkrise gekommen ist. Gibt es niemanden der mal so einen geschriebenen Artikel überprüft?! Das finde ich schon wirklich peinlich. Es ist wohl nichtmehr das Handelsblatt, dass es früher mal war.

  • Vielen Dank für den Hinweis. Ist korrigiert.

  • @Redaktion

    Stellenabbau abbauen?

    Bitte korrigieren, danke

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