Michael Corbat
Neuer Chef greift bei Citigroup hart durch

11.000 Stellen will Citigroup abbauen, ein Viertel der Mannschaft. Kurz nach dem Start schafft Michael Corbat bei der US-Bank Fakten. Die Massenentlassung ist für ihn ein „logischer Schritt“, denn die Probleme sind groß.
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New YorkErst zwei Monate ist er im Amt, nun räumt der neue Citigroup-Chef Michael Corbat auf: Die US-Großbank will im Rahmen ihres Umbaus mindestens 11.000 Stellen streichen, rund vier Prozent der Belegschaft. Das teilte das Institut am Mittwoch mit. Dies seien „logische nächste Schritte beim Wandel der Citigroup“, sagte Corbat laut der Mitteilung. Der Stellenabbau werde die Kosten weiter senken und den Konzern insgesamt effizienter machen, eine Top-Priorität des neuen Chefs.

Die Citi lässt sich die Aktion einiges kosten: Im vierten Quartal rund eine Milliarde Dollar vor Steuern, weitere 100 Millionen Dollar sollen in der ersten Hälfte 2013 anfallen. Dem stünden erwartete Einsparungen von 900 Millionen Dollar im kommenden Jahr und 1,1 Milliarden Dollar in den Folgejahren gegenüber, so das Wall-Street-Haus.

Betroffen von den Streichungen quer durch die Bank ist laut der Mitteilung vor allem das Endkunden-Geschäft, in dem 6200 Stellen wegfallen sollen. Weitere 1900 Jobs sollen beim Geschäft mit institutionellen Kunden gekürzt werden. Das betrifft Mitarbeiter weltweit, von Brasilien über die Türkei bis nach Hongkong.

Die Bank mit ihren zuletzt insgesamt mehr als 260.000 Mitarbeitern gehört zu den Verlierern der Finanzkrise und hatte bereits große Teile ihres Geschäfts abgestoßen. Auch der Rivale Bank of America und andere US-Institute bauen Jobs ab, um effizienter zu werden und sich wegbrechenden Geschäften wegen strengerer Regulierungen anzupassen.

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„Auf intelligente Art und Weise rationalisiert“

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  • Ich staune immer wieder.
    Da gibt es Leute, die lesen das Handelsblatt, ohne etwas von Marktmechanismen zu verstehen.^^

    Oder verirrt?

  • Immerhin sind die Aktien doch um 6% nach oben, vielleicht paar mehr rauswerfen? Krankes System...

  • Herr Rüdel, bitte erklären Sie mal, wie aus der Angabe "4 Prozent der Belegschaft" in der Überschrift "ein Viertel der Mannschaft" wird. Toll!

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