Milliarden-Gebot
Warren Buffett greift nach Transatlantic

Im Übernahmekampf um den US-Rückversicherer Transatlantic tritt ein neuer Bieter auf den Plan: Warren Buffett. 3,24 Milliarden Dollar hat der Großinvestor auf den Tisch gelegt, das ist deutlich mehr als die Konkurrenten anboten.
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New YorkIn den Übernahmekampf um den US-Rückversicherer Transatlantic schaltet sich nun auch der Großinvestor Warren Buffett ein. Mit der bislang höchsten Offerte will eine Tochter von Buffetts Investmentfirma Berkshire Hathaway die beiden anderen Bieter aus dem Feld schlagen. Die Berkshire-Firma National Indemnity legt insgesamt 3,24 Milliarden Dollar auf den Tisch, wie der Transatlantic-Verwaltungsrat mitteilte.

Der Rat bekräftigte zwar seine Empfehlung für die Übernahmevereinbarung mit dem ersten Bieter Allied World Assurance, kündigte zugleich aber eine sorgfältige Prüfung von Buffetts Angebot an. Deren Ergebnis sollen die Transatlantic-Aktionäre nun abwarten.

Mit dem Spezialversicherer Allied World hat sich die Transatlantic-Führung bereits geeinigt. Demnach soll der Kaufpreis 2,75 Milliarden Dollar betragen. Auf dem Tisch liegt außerdem die feindliche Offerte des Rückversicherers Validus Holdings über 2,89 Milliarden Dollar.

Der Aktienkurs von Transatlantic notierte zuletzt bei 45,24 Dollar. Das ist gut ein Dollar mehr als Allied World bietet, aber deutlich weniger als die beiden anderen zahlen wollen. Mit der Situation vertrauten Kreisen zufolge wirbt Allied World damit, dass ein Zusammenschluss mit Transatlantic besondere Einsparmöglichkeiten und ein besseres Risikoprofil bringen würde. Validus halte dagegen, dass die eigene Offerte trotzdem noch mehr wert sei als die von Allied World, und mache ferner geltend, dass das Spezialversicherungs-Geschäft von Allied World mit zahlreichen Rückversicherungskunden von Transatlantic konkurriere.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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