Milliardengeschäft Rabobank stößt Fondstochter ab

Mit einer großen Werbekampagne wirbt die Rabobank derzeit um Tagesgelder deutscher Kunden. Das Interesse an Fondssparern hat die Bank weitgehend verloren: Die Fondstochter Robeco geht an einen japanischen Käufer.
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Eine Rabobank-Filiale in Indonesien. Quelle: Reuters

Eine Rabobank-Filiale in Indonesien.

(Foto: Reuters)

DüsseldorfDer japanische Finanzdienstleister Orix kauft für fast zwei Milliarden Euro die Vermögensverwaltungssparte der niederländischen Rabobank. Die Holländer werden nach der Transaktion nur noch zehn Prozent an der Fondsgesellschaft halten.

Robeco ist unter anderem für Fonds bekannt, die einen Schwerpunkt auf nachhaltige Investments legen („Robeco SAM“). Robeco verwaltetete Ende vergangenen Jahres 189 Milliarden Euro und hat nach eigenen Angaben 1500 Mitarbeiter in 15 Ländern. Im vergangenen Jahr machte die Sparte 197 Millionen Euro Gewinn.

Mit der Transaktion erwirbt Orix auch die amerikanische Fondsgesellschaft Harbor Capital Advisors. Der japanische Finanzdienstleisters baut sein einiger Zeit sein Geschäft außerhalb der Heimat aus. Im Jahr 2010 hatte Orix bereits die amerikanische Mariner Investment Group erworben. Bei Robeco soll Vorstandschef Roderick Munsters im Amt bleiben.

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