Milliardenstrafe gegen US-Versicherer: Bilanzskandal kommt AIG offenbar teuer zu stehen

Milliardenstrafe gegen US-Versicherer
Bilanzskandal kommt AIG offenbar teuer zu stehen

Der in einen Bilanzskandal verwickelte US-Versicherungskonzern American International Group (AIG) hat sich laut eines Zeitungsberichts auf einen Vergleich mit den Aufsichtsbehörden geeinigt. Doch das wird teuer.

HB NEW YORK. Nach dem Bericht muss AIG rund 1,6 Mrd. Dollar (1,3 Mrd. Euro) zahlen. Es gehe um Untersuchungen der Wertpapier- und Börsenbehörde SEC und des New Yorker Generalstaatsanwalts Eliot Spitzer über AIG-Verstöße unter anderem bei der Bilanzzierung, schrieb die „New York Times“ am Montag in ihrer Onlineausgabe. Die Vereinbarung könne diese Woche bekanntgegeben werden, hieß es weiter. Sie müsse noch von der SEC genehmigt werden. Das Unternehmen sehe sich noch Aktionärsklagen gegenüber.

Die 1,6 Mrd. Dollar würden zwischen den zwei Aufsichtsbehörden aufgeteilt, die dann den größten Teil des Geldes den betroffenen Investoren, den geschädigten AIG-Kunden und den Kompensationsfonds der Bundesstaats-Bediensteten zukommen lassen würden, schreibt die Zeitung weiter.

AIG habe die Ergebnisse für die vergangenen fünf Jahre rückwirkend geändert und dabei die Gewinne um 4 Mrd. Dollar oder um 10 Prozent reduziert, schrieb die Zeitung. Das Unternehmen habe bei allen der vielen Untersuchungen kooperiert.

Viele der von den Aufsichtsbehörden beanstandeten Probleme seien während der Amtszeit von Maurice R. Greenberg geschehen, der im vergangenen März als Verwaltungsratsvorsitzender und Unternehmenschef ausschied und der jegliches Fehlverhalten verneint habe.

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