Milliardenzahlung
Bank of America entschädigt Aktionäre

Um eine Sammelklage gebeutelter Aktionäre aus der Welt zu schaffen, zahlt die Investmentbank im Rahmen eines Vergleichs 2,4 Milliarden Dollar. Die Spätfolge der Finanzkrise wird das Ergebnis im dritten Quartal belasten.
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Charlotte/New YorkDie Spätfolgen der Finanzkrise reißen ein weiteres tiefes Loch in die Bilanz der Bank of America. Um eine Sammelklage von Aktionären aus der Welt zu schaffen, die sich übers Ohr gehauen fühlen, zahlt das Geldhaus im Rahmen eines Vergleichs 2,4 Milliarden Dollar (1,9 Mrd. Euro). Das wird das Ergebnis im dritten Quartal belasten.

Die Kläger hatten der Bank vorgeworfen, sie über den wahren Zustand ihrer Finanzen bei der Übernahme der Investmentbank Merrill Lynch getäuscht zu haben. Die Bank of America hatte sich unter anderem mit diesem Zukauf derart verhoben, dass der Staat mit Steuergeldern einspringen musste. Es war eine der teuersten Rettungsaktionen während der Finanzkrise. Die Aktie verlor in der Zeit dramatisch an Wert.


„Die Beilegung dieses Verfahrens beseitigt Unsicherheiten und Risiken und ist im besten Interesse unserer Anteilseigner“, sagte Bankchef Brian Moynihan am Freitag am Sitz in Charlotte im US-Bundesstaat North Carolina. Das Geldhaus räumte jedoch keine Schuld ein. Der Vergleich muss noch von einem New Yorker Richter abgesegnet werden.

Einen Teil der Milliardensumme nimmt die Bank aus ihren bestehenden Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten, einen anderen Teil muss der Finanzkonzern im dritten Quartal abzwacken. Insgesamt würden sich die Kosten für Rechtsstreitigkeiten von Juli bis September auf 1,6 Milliarden Dollar belaufen, rechnete die Bank vor. Sie legt ihre Zwischenbilanz am 17. Oktober vor.

 

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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