Milliardenzahlung: Morgan Stanley einigt sich mit Behörden

Milliardenzahlung
Morgan Stanley einigt sich mit Behörden

Morgan Stanley hat sich mit den US-Aufsichtsbehörden geeinigt: Die Bank überweist 1,25 Milliarden Dollar an die halbstaatlichen Hypotheken-Finanzierer Fannie Mae und Freddie Mac. Die Ermittlungen werden eingestellt.
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Washington/New YorkNach JPMorgan hat sich auch die US-Investmentbank Morgan Stanley im Skandal um den Verkauf riskanter Wertpapiere mit den Aufsichtsbehörden geeinigt. Die Ermittlungen werden gegen eine Zahlung von 1,25 Milliarden Dollar eingestellt. Das geht aus Dokumenten des Instituts an die amerikanischen Behörden hervor, die am Dienstagabend veröffentlicht wurden. Das Geld fließt an die Aufseher der beiden halbstaatlichen Hypotheken-Finanzierer Fannie Mae und Freddie Mac, die vor der Finanzkrise die Papiere gekauft haben.

In dem Fall geht es um hypothekenbesicherte Wertpapiere, die nach Ausbruch der Krise Mitte 2007 bei vielen Banken für immense Verluste sorgten. Bei deren Verkauf, so der Vorwurf, wurden die Risiken verschleiert. JPMorgan - die größte Bank der USA - hatte deswegen bereits einer Vergleichszahlung von 13 Milliarden Dollar zugestimmt. Die Deutsche Bank zahlte zur Beilegung des Streits 1,4 Milliarden Euro. Neben Fannie Mae und Freddie Mac kauften damals auch viele deutsche Häuser solche oder ähnliche Papiere, etwa einige Landesbanken oder die Mittelstandsbank IKB.

Morgan Stanley teilte zudem mit, wegen der Einigung weitere 150 Millionen Dollar zurückstellen zu müssen. Das Institut, das unabhängiger von riskanten Handelsgeschäften werden will und deswegen die Vermögensverwaltung ausbaut, hatte bereits mit der Bilanz des vierten Quartals 2013 die Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten um 1,2 Milliarden Dollar erhöht.

Auch JPMorgan hat einen weiteren Fall ausgeräumt. Die Bank zahlt wegen geschönter Hauskredite im Rahmen eines Vergleichs 614 Millionen Dollar, wie das US-Justizministerium in Washington mitteilte. JPMorgan habe eingeräumt, dass mehr als ein Jahrzehnt lang Tausende Kredite bewilligt worden seien, die den Anforderungen der staatlichen Absicherung nicht genügt hätten. Als die Kredite nicht zurückgezahlt werden konnten, seien den Behörden Verluste entstanden, weil sie die Ausfall-Versicherung dafür übernommen hatten.

Wegen ähnlicher Fälle haben sich auch hier schon die Citigroup und die Deutsche Bank verglichen. Das Justizministerium will nun noch 2,1 Milliarden Dollar von der Bank of America als Entschädigung bekommen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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