Millionenklage anvisiert
Anwälte drohen Morgan-Stanley-Fondsverwaltern

Nach Handelsblatt-Informationen wollen zwei Anwaltskanzleien gegen Morgan Stanley Real Estate Investment vorgehen. Sie planen, rund 250 Millionen Euro Schadensersatz für geprellte Anleger eines offenen Fonds zu fordern.
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FrankfurtProtect Invest Alliance (PIA), ein Zusammenschluss zweier bekannter Anlegeranwaltskanzleien, will massiv gegen Morgan Stanley Real Estate Investment vorgehen. Rechtsanwalt Klaus Nieding, Geschäftsführender Gesellschafter von PIA, kündigte gegenüber dem Handelsblatt Schadenersatzforderungen in Höhe von 250 Millionen Euro gegen die Verwalterin des offenen Immobilienfonds Morgan Stanley P2 Value an.

Er wirft Morgan Stanley vor, die Risiken einer Investition in den P2 Value „verharmlost“ zu haben. Die Gesellschaft hatte für den Fonds, der inzwischen abgewickelt wird, damit geworben, das Risiko sei „sehr gering.“ Der P2 Value ist einer von vier Fonds, die aufgelöst werden. Mit allen dieser Fonds haben die Anleger bisher Geld verloren, doch mit keinem so viel, wie mit dem P2 Value.

Anleger müssen bis zum Jahresende  Schadenersatz geltend machen. Anderenfalls verjähren ihre Forderungen. Morgan Stanley wies die Vorwürfe zurück. „Wir haben mit einem BVI-Konzept gearbeitet, wie die ganze Branche“, sagte Silvia Schmitten-Walgenbach, Geschäftsführerin der Fondsgesellschaft. Der BVI ist die Interessenvertretung der Fondsbranche. Die Anwälte kündigten an, weitere Kapitalanlagegesellschaften wegen ungenügender Risikohinweise ins Visier zu nehmen.

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