Millionenstrafe: Watschen für Goldman Sachs

Millionenstrafe
Watschen für Goldman Sachs

Nach einer Rekordbuße in den USA muss die US-Großbank Goldman Sachs nun auch in Großbritannien eine saftige Strafe zahlen. Was die britische Finanzaufsicht FSA dem mächtigen Wall-Street-Haus vorwirft.
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HB LONDON. Goldman habe die Aufsicht nur unzureichend über die Ermittlungen der US-Kollegen wegen Anlegerbetrugs unterrichtet, so die Anschuldigung. Deshalb verhängte die Behörde eine Buße von umgerechnet 21,2 Mio. Euro (17,5 Mio. Pfund). Das ist eine der höchsten, die sie je aussprach.

Goldman hatte nach monatelangen Verhandlungen mit der US-Aufsicht SEC im Rahmen eines Vergleichs eine Strafe in Rekordhöhe von 550 Mio. Dollar gezahlt. Davon gingen 150 Mio. an die deutsche Förderbank KfW. Sie war Eigentümerin der Mittelstandsbank IKB gewesen, die zum Kreis der geschädigten Goldman-Anleger gehörte.

Die SEC hatte dem US-Institut vorgeworfen, Anleger bei Investments in riskante Papiere bewusst getäuscht zu haben.

Goldman hatte 2007 einen verbrieften Hypothekenkredit (CDO) mit dem Namen "Abacus" aufgelegt. Mit dem Platzen der US-Immobilienblase verloren die Papiere wenig später massiv an Wert. Goldman räumte gegenüber der SEC ein, dass der Verkaufsprospekt "unvollständige Informationen enthielt" und versprach, die Geschäftspraktiken zu verbessern. Verkauft wurde Abacus vom französischen Banker Fabrice Tourre, der den Vorwurf einer Irreführung von Anlegern durch ihn oder die Bank allerdings zurückgewiesen hatte.

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