Mitsubishi Tokyo bietet 29 Mrd. Dollar für Rivalen UFJ – Abbau von 6 000 Stellen: In Japan entsteht ein Bankenriese

Mitsubishi Tokyo bietet 29 Mrd. Dollar für Rivalen UFJ – Abbau von 6 000 Stellen
In Japan entsteht ein Bankenriese

Japans zweitgrößte Bank, die Mitsubishi Tokyo Financial Group, hat ihr lange erwartetes Übernahmeangebot für den Konkurrenten UFJ Holdings auf den Tisch gelegt. Für die viertgrößte Bank des Landes will Mitsubishi Tokyo 29 Mrd. Dollar zahlen.

TOKIO. Damit würde das nach Bilanzsumme größte Geldhaus der Welt entstehen – noch vor der Citigroup aus den USA. Am Freitag gab Mitsubishi Tokyo das mit Spannung erwartete Übernahmeverhältnis bekannt: Für eine Aktie bekommen UFJ-Aktionäre 0,62 Aktien der fusionierten Bank, die Mitsubishi UFJ Finanzgruppe heißen soll. Mitsubishi-Tokyo-Aktionäre tauschen ihre Aktien eins zu eins.

Die Mitsubishi-Tokyo-Offerte, die in Konkurrenz zum Übernahmeangebot der Sumitomo Mitsui Financial Group steht, bewertet UFJ-Aktien mit einem Aufschlag von 3,1 Prozent zum Schlusskurs vom Freitag. Vor einem halben Jahr hatten sich Mitsubishi Tokyo und UFJ, grundsätzlich auf einen Zusammenschluss geeinigt. Allerdings hat Sumitomo Mitsui – die Nummer drei in Japan – nahezu 35 Mrd. Dollar für die UFJ geboten.

Doch Analysten bezweifeln, dass Sumitomo Mitsui die Präferenz des UFJ-Managements zu Gunsten der Mitsubishi Tokyo noch brechen kann. „Mitsubishi Tokyo hat zum Beispiel die stärkere Kapitalbasis“, sagt Bankenexperte Brett Hemsley von der Ratingagentur Fitch in Tokio. „Da mag der Wert des jetzigen Angebots vielleicht sogar besser sein.“ Die Ratingagentur Standard & Poor’s hob angesichts der gestiegenen Wahrscheinlichkeit einer Fusion die Krediteinschätzung von UFJ auf das Niveau von Mitsubishi Tokyo.

Experten erwarten, dass Sumi-tomo Mitsui ihr Gegenangebot jetzt fallen lässt. Sie will die Übernahmebedingungen erst einmal prüfen, aber das Rennen gilt als entschieden, zumal sich Sumitomo Mitsui derzeit mit der zweitgrößten japanischen Investmentbank, Daiwa Securities, enger verbündet. Am Freitag verkündeten die beiden, dass sie ihre Risikokapitalsparten zusammenlegen wollen.

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