Mizuho rechnet in diesem Jahr mit schwarzen Zahlen Hohe Portfoliogewinne helfen Japans Banken

Die sieben größten Banken Japans haben innerhalb von zwei Monaten die Buchgewinne ihrer Aktienportfolios auf 2,6 Billionen Yen (20,7 Mrd. Euro) vervierfacht, berichtet das Daiwa Institute of Research.

Bloomberg TOKIO. Am 4. Juli hatten die sieben größten Banken Japans Portfoliogewinne in Höhe von insgesamt 672 Mrd. Yen in ihren Büchern stehen, verglichen mit Verlusten in Höhe von 1,3 Billionen Yen am 31. März. In den vergangenen zwei Jahren trugen die Portfolioverluste dazu bei, dass die größten japanischen Kreditinstitute zusammengenommen Verluste von rund 62 Mrd. Euro einfuhren. Ein darauf folgender Anstieg von 31 % im marktbreiten Topix- Index und ein gutes Wirtschaftswachstum stärken Erwartungen, dass die Banken ihre notleidenden Kredite schneller abbauen können und wieder in die Gewinnzone zurückkehren.

„Ich sehe bei japanischen Bankaktien generell Kurspotenzial aufgrund der Buchgewinne bei Aktien. Außerdem sinkt wegen der besseren Konjunktur das Risiko weiterer notleidender Kredite“, erklärte Lilian Haag, Fondsmanagerin bei DWS Investment GmbH in Frankfurt. Der Aktienkurs von Mizuho kletterte gestern elf Prozent auf 176 000 Yen und hat damit im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 86 Prozent zugelegt. Bei Sumitomo Mitsui Financial Group, Japans zweitgrößter Bank, ging es 7,2 Prozent auf 474 000 Yen aufwärts, für das zweite Quartal des Geschäftsjahres liegt die Aktie 81 Prozent im Plus. UFJ Holdings verzeichneten einen Kursgewinn von 4,2 Prozent auf 376 000 Yen und haben ihren Kurs seit dem 30. Juni mehr als verdoppelt. Der Topix ist im selben Zeitraum 14 Prozent gestiegen.

Mit den Buchgewinnen bei Aktien können die Banken Verluste aus ihren Anleiheportfolios ausgleichen. Hier sind die Verluste nach oben geschnellt, da sich die Anleiherenditen in Japan in den vergangenen drei Monaten verdreifacht haben. Am Dienstag lagen die Buchverluste der größten japanischen Banken aus ihren Anleiheportfolios bei 1,5 Bill. Yen, während am 31. März noch Gewinne in Höhe von 484,5 Mrd. Yen in den Büchern standen, berichtet Daiwa Securities. Die Rendite des zehnjährigen BenchmarkBonds gab am Mittwoch einen Basispunkt auf 1,62 Prozent nach, berichtete Japan Bond Trading Co. Zuvor hatte die Rendite mit 1,675 % den höchsten Stand seit Ende 2000 erreicht.

Die Banken können ihre Verluste jedoch absichern, indem sie Bond-Futures verkaufen, beschrieb Hidenori Suezawa, Chef-Stratege bei Daiwa SMBC. „Banken können den Gewinn realisieren, wenn sie ihre Aktien am Markt oder an die staatliche Aktienaufkaufgesellschaft verkaufen“, führte Suezawa aus. „Der Gewinn muss den Verlust aus den Anleihen decken.“ Ein Anstieg des Topix um 100 Punkte bringt den Banken nach Schätzung von Daiwa jeweils Buchgewinne in Höhe von 1,8 Bill. Yen in ihren Aktienportfolios. Die Banken stießen in die Gewinnzone vor, als der Index die Marke von 883 Punkten überschritt, so das Analyseunternehmen. Am Mittwoch gewann der Topix 4,37 Prozent auf 1 033,28 Zähler.

Mizuho rechnet damit, in diesem Geschäftsjahr wieder einen Gewinn zu erwirtschaften, nachdem die Bank die Kosten für notleidende Kredite auf ein Sechstel reduziert hat. In dem am 31. März beendeten Geschäftsjahr fuhr Mizuho einen Rekordverlust von 2,38 Bill. Yen ein.

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