Moody's: Rating steigert Zweifel an Rettung von Großbank Anglo Irish

Moody's
Rating steigert Zweifel an Rettung von Großbank Anglo Irish

Die Ratingagentur Moody's hat Zweifel an der Rettung der staatlich gestützten Großbank Anglo Irish geschürt. Sie senkte das Rating des schwer angeschlagenen Instituts gleich um drei Stufen.
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HB DUBLIN. Die Experten von Moody's rechnen inzwischen mit einer deutlich höheren Wahrscheinlichkeit, dass das Institut einem Teil seiner Verpflichtungen nicht nachkommt.

Die Agentur bewertete hochrangige ungesicherte Schulden des Geldhauses am Montag mit einer Note, die nur eine Stufe oberhalb des Ramschstatusses rangiert. Damit empfiehlt Moody's die Papiere nur noch Investoren mit großer Risikobereitschaft und die Bank muss künftig mehr Geld für ihren Schuldendienst aufbringen.

Die Agentur senkte die Note um drei Stufen auf Baa3, die Einstufung für nachgeordnete Schulden nahm sie um sechs Stufen auf Caa1 zurück. Zugleich schloss sie weitere Herabstufungen nicht aus. Es sei zwar davon auszugehen, dass die Regierung alle hochrangigen Anleihen absichere, erklärte die Agentur. Die Benotung bleibe jedoch bis zu einer endgültigen Entscheidung Irlands über die Zukunft der Bank unter Beobachtung. Die Regierung in Dublin will bis Oktober mitteilen, wie sie die geplante Stilllegung der Allied Irish organisieren und finanzieren will.

Der Schritt verstärkte die Nervosität an den Märkten. Der Euro gab bis auf 1,3434 Dollar nach, erholte sich dann aber wieder auf 1,3477 Dollar. Irlands Finanzminister Brian Lenihan sagte der BBC, Staat und Banken würden ihren Verpflichtungen nachkommen. Ansonsten wäre die langfristige Finanzierung des Landes gefährdet.

Vor kurzem waren Gerüchte aufgekommen, Irland müsse wegen der teuren Sanierung seiner Banken auf internationale Hilfe aus dem Euro-Rettungsschirm und vom Internationalen Währungsfonds (IWF) zurückgreifen. Dies wurde von allen Beteiligten zurückgewiesen.

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