Moody's schlägt Alarm: Lebensversicherer vor dem Kollaps?

Moody's schlägt Alarm
Lebensversicherer vor dem Kollaps?

Die Lage deutscher kleinerer Lebensversicherer verschlechtert sich zunehmend: Neben Niedrigzinsen und Solvency-II-Richtlinien erhöhen die geplanten Anleihenkäufe der EZB laut Ratingagentur Moody's den Druck.
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FrankfurtDie dauerhaft niedrigen Zinsen und schärfere Regeln der Regulierer sind nach Ansicht von Moody's gefährlich für kleinere deutsche Lebensversicherungen. Die neuen Richtlinien, die unter dem Namen Solvency II bekannt sind, bereiteten manchen Unternehmen Kopfschmerzen, erklärte die Ratingagentur am Mittwoch.

„Einige kleinere Gesellschaften weisen aktuell eine zu geringe Kapitalausstattung auf, um die Anforderungen zu erfüllen.“ Sie beziehungsweise die Aufsichtsbehörden müssten diesen Zustand noch vor Inkrafttreten der neuen Regeln 2016 beheben, forderte Moody's. „Ein Zusammenbruch eines oder mehrerer Akteure auf dem deutschen Markt könnte einen Reputationsschaden für die gesamte Branche bedeuten.“

Das kürzlich angekündigte Anleihenkaufprogramm der Europäischen Zentralbank (EZB) wird den Druck auf die Versicherungen laut Moody's erhöhen. Viele Staatanleihen werfen wegen des Programms kaum noch etwas ab. Für die Assekuranz wird es deshalb immer schwieriger, die versprochenen Erträge für ihre Kunden zu erwirtschaften.

Viele Lebensversicherer würden bei neuen Verträgen die Garantiezinsen senken, um ihre Finanzkraft zu bewahren, sagt Moody's-Analyst Benjamin Serra. „Die Wirksamkeit dieser Maßnahme schwindet jedoch, da die Gesellschaften in zunehmendem Maße durch die hohe Garantieverzinsung, mit der sie ihre Policen in der Vergangenheit verkauft haben, in ihrer Handlungsfreiheit eingeschränkt sind.“

Moody's behält deshalb den negativen Ausblick für die Lebensversicherungsbranche bei. Die Bundesregierung hat im vergangenen Jahr ein Maßnahmenpaket verabschiedet, mit dem sie unter Druck geratenen Anbietern entgegenkommt und zugleich den Kunden langfristig ein größeres Stück vom Kuchen sichert.

2015 werde deshalb ein entscheidendes Jahr für Lebensversicherungen, erklärte Analyst Serra. „Zwar wird sich die Reform unter Bonitätsaspekten letztlich positiv auf die Branche auswirken. Anfänglich werden Umsätze und Gewinne jedoch zurückgehen.“

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • In Deutschland kann eine Versicherung nicht zusammenbrechen! Paragr. 89 VVG erlaubt es der Aufsichtsbehörde ein Zahlungsverbot der Versicherung unter Beibehaltung der Einnahmenseite der Versucherten zu verhängen. Was soll da passieren? Die Situation ist mit einer Bankvergleichbar, der untersagt wird, Einlagen zurückzuzahlen, um die Zahlung der Vorstandsboni zu sichern. In Deutschland ist alles mööööglich - das haben selbst die Gruechen schon erkannt und wollen wie die Lebensversicherungen daran partizipitieren. Das halte ich persönlich für ungerecht, aber unter dem Gleichheitsgrundsatz für durchaus vertretbar. Andere behaupten, dass die Regierenden einfach eine Meise haben. Das wäre auch die moderatere Formulierung.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. 

  • die schwarze nullist erkauft durch die enteignung der sparer. wer solche politiker wähl(t)en (muß) ist der betrogene.da aber unsere politiker und deren sippe bestens versorgt bis an's lebensende auf kosten der steuerzahler überversorgt ausgesorgt haben trifft es sie ja nicht.

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