Moody's-Studie
Europäische Banken geben weniger Grund zur Sorge

Europas Banken haben große Fortschritte bei der Aufpolsterung ihrer Kapitaldecke gemacht. Das ist das Ergebnis einer Moody's-Studie. Risiken bleiben den Experten zufolge aber dennoch bestehen.

FrankfurtEuropas Banken kommen nach Einschätzung der Ratingagentur Moody's allmählich wieder in ruhigeres Fahrwasser. Zwar erholten sich die Volkswirtschaften in der EU unterschiedlich schnell, hieß in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie. Aber die Geldhäuser hätten dank der strengeren Regulierung große Fortschritte bei der Aufpolsterung ihrer Kapitaldecke gemacht.

Vielerorts stehe nicht mehr der Risikoabbau im Fokus, sondern Wachstum. Dabei helfe eine leicht anziehende Kreditnachfrage. Für die meisten Institute hob Moody's daher den Ausblick auf „stabil“ von „negativ“ an.

Risiken bleiben den Experten zufolge dennoch bestehen. So dürfte die Rentabilität der Banken durch die anhaltenden Niedrigzinsen 2016 weiter unter Druck kommen. „Wegen der rekordniedrigen Zinsen werden sich die Zinsmargen weiter einengen, während auf der anderen Seite die Finanzierungskosten kaum noch sinken dürften“, erklärte Moody's-Analystin Carola Schuler. In den EU-Peripherie-Staaten blieben die Banken zudem anfällig für konjunkturelle Rückschläge, da sie noch nicht alle faulen Kredite in der Bilanz abgebaut hätten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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