Morgan Stanley
Eine Bank erfreut ihre Investoren

Der Handel mit Anleihen und Aktien floriert und spült der US-Investmentbank Morgan Stanley Milliarden in die Kassen. Die Großbank konnte auch bei der Vermögensverwaltung zulegen und jagt weiterhin die Nummer eins.
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New YorkDie US-Investmentbank Morgan Stanley hat ihren Gewinn im dritten Quartal fast verdoppelt. Weil der Handel mit festverzinslichen Wertpapieren und Aktien anzog und auch die Vermögensverwaltung zulegte, kletterte der Überschuss um 87 Prozent auf 1,65 Milliarden Dollar, wie der Goldman-Sachs-Rivale am Freitag mitteilte. Morgan-Stanley-Aktien zogen daraufhin im vorbörslichen Handel um knapp sechs Prozent an.

Goldman hatte seine Bilanz am Donnerstag vorgelegt. Hier stieg der Gewinn um die Hälfte auf 2,1 Milliarden Dollar. Für die führende Investmentbank an der Wall Street war es das stärkste dritte Quartal seit 2009, als die Weltwirtschaftskrise die Märkte nach unten gerissen hatte. Die Zahlen aus den USA dürften der Deutschen Bank Mut machen, die Ende des Monats Details zur Geschäftsentwicklung veröffentlichen will. Auch die Frankfurter sind im Handel mit festverzinslichen Wertpapieren traditionell stark vertreten.

Die Einnahmen aus diesem Bereich erhöhten sich bei Morgan Stanley um knapp 20 Prozent auf 997 Millionen Dollar. Bei Goldman betrug das Plus der Handelssparte für Bonds, Währungen und Rohstoffe 74 Prozent, womit auch JP Morgan, Bank of America und die Citigroup in den Schatten gestellt wurden.

Der Anleihenhandel zählt mit zu den schwankungsanfälligsten Bereichen im Investmentbanking. Zuletzt herrschte hier immer wieder eine Flaute, weil sich viele Investoren wegen der historisch niedrigen Leitzinsen zurückhielten. Erst im September, als die Europäische Zentralbank den Ankauf von Pfandbriefen und Kreditverbriefungen ankündigte, kam wieder Schwung in den Markt. Zudem wird auf steigende Zinsen in den USA spekuliert, was den Handel belebt.

Morgan Stanley hat sein Engagement im Anleihenhandel allerdings seit der Finanzkrise zurückgefahren. Goldman Sachs profitiert davon, auch weil andere Konkurrenten auf Sparkurs sind. Dafür baut Morgan Stanley die Vermögensverwaltung aus, die weniger stark schwankt und so für stabilere Einnahmen sorgt. In dem Bereich kletterten sie im abgelaufenen Quartal um neun Prozent auf 3,79 Milliarden Dollar.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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