Morgan Stanley streicht Stellen

1200 Mitarbeiter weltweit werden gekündigt

Sinkende Erlöse im Rohstoffhandel, schlechtes Anleihegeschäft und ein Totalabsturz in der Wertpapier-Sparte: 2015 war für Morgan Stanley kein gutes Jahr. Nun streicht die US-Bank Stellen – 1200 Angestellte müssen gehen.
Die Zahl der Angestellten im Geschäft mit festverzinslichen Wertpapieren senkt Morgan Stanley um rund ein Viertel. Quelle: Reuters
Streichkonzert

Die Zahl der Angestellten im Geschäft mit festverzinslichen Wertpapieren senkt Morgan Stanley um rund ein Viertel.

(Foto: Reuters)

New YorkDie US-Bank Morgan Stanley baut in großem Stil Jobs ab. Nach schwächelnden Erlösen im Handelsgeschäft wird weltweit 1200 Mitarbeitern gekündigt. Einen entsprechenden Bericht des Finanzdienstes Bloomberg bestätigte ein Sprecher am Dienstag auf Nachfrage. In den Sparten für Rohstoff- und Anleihehandel müssen etwa 470 Angestellte gehen. Im Geschäft mit festverzinslichen Wertpapieren, wo es zuletzt besonders schlecht lief, sinkt die Zahl der Mitarbeiter damit um rund ein Viertel. Aufgrund von Kündigungs- und Abfindungskosten werde das Ergebnis im vierten Quartal mit etwa 150 Millionen Dollar (138 Mio Euro) belastet, sagte der Sprecher.

MBA-Studenten stehen nicht mehr auf Investmentbanking
Platz 9: MIT Sloan
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Die MIT Sloan School of Management in Massachusetts ist eine der renommiertesten Wirtschaftsschulen der USA. An den Fakultäten lehrten namhafte Forscher wie die Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Samuelson, Franco Modigliani und Robert M. Solow. Zu den ehemaligen Studenten der Universität zählen Kofi Annan, Benjamin Netanjahu und William C. Ford. Alle drei sind keine Investmentbanker – und das scheint kein Zufall zu sein. Denn seit 2008 nimmt die Popularität des Investmentbanking beim MIT Sloan stark ab.

Popularitätsverlust*: 19.8 Prozent

*Popularitätsverlust des Investmentbankings von 2008 bis 2014, Quelle: FT Research

Platz 8: Stanford
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60 Kilometer von San Francisco entfernt liegt die Stanford University. Die private Hochschule ist eine der forschungsstärksten der Welt. Rund 30 Nobelpreisträger brachte Stanford hervor. Investmentbanker hingegen kommen immer seltener von der Stanford University.

Popularitätsverlust: 20 Prozent

Platz 7: Insead
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Die Insead Business School wurde 1957 gegründet und bietet interessierten Studenten die Möglichkeiten sich an den Fakultäten in Fontainebleau (Frankreich) und Singapur zu bilden. 2010 wurden in Abu Dhabi ein weiterer Campus eröffnet. Außerdem arbeitet Insead eng mit der Wharton School zusammen. Die MBA-Absolventen aus den drei Standorten meiden jedoch zunehmend das Investmentbanking. Seit 2008 hat sich die Zahl um mehr als ein Drittel verkleinert.

Popularitätsverlust: 31 Prozent

Platz 6: Booth University
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Die University of Chicago Booth School of Business ist die zweitälteste Business-Schule der USA. Gegründet wurde sie 1898. Aber auch in der Booth School sinkt das Interesse am Investmentbanking. Zahlreiche MBAs suchen immer öfter den Weg in Unternehmen abseits der Finanzbranche. Hoch im Kurs sind Tech-Konzerne wie Google und Amazon. Sie locken vor allem mit arbeitnehmerfreundlichen Arbeitsbedingungen.

Popularitätsverlust: 32 Prozent

Platz 5: Wharton University
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Der US-Industrielle Joseph Wharton hat mit der Wharton School in Philadelphia 1881 die erste Business School in den USA gegründet. Seitdem hat sich die Universität als einer der führenden Wirtschaftsschulen etabliert. Der altehrwürdige Ruf kann den Interessensschwund am Investmentbanking allerdings nicht kaschieren. Als Gründe dafür werden die hohe regulatorischen Einschränkungen im Investmentbanking, die zu langen Arbeitszeiten, der Sexismus in der Finanzbranche und der mangelnde gesellschaftliche Nutzen der Arbeit als Investmentbanker genannt.

Popularitätsverlust: 43 Prozent

Platz 4: Haas School of Business
6 von 9

Die Haas School of Business ist die Wirtschaftsfakultät der Berkeley University in Kalifornien. Gegründet wurde sie 1898. Viele der MBAs auf der Haas School und anderen MBA-Schulen schrecken - neben den Arbeitsbedingungen - auch die milliardenschweren Verluste im Investmentbanking, die Skandale und die sinkenden Boni-Zahlung der vergangenen Jahre ab.

Popularitätsverluste: 44 Prozent

Platz 3: Columbia Business School
7 von 9

Nicht nur das Investmentbanking ist betroffen. Immer mehr Uni-Absolventen meiden auch andere Bereiche des Finanzwesens. So laufen etwa der Versicherungsbranche, den Fondsmanagements und Unternehmensberatungen die Talente davon. Besonders viele der begabten Studenten, die mit der Finanzbranche auf Kriegsfuß stehen, kommen von der Columbia Business School.

Popularitätsverlust: 45,6 Prozent

  • dpa
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