Mutterkonzern geht in Offensive: SEB baut mobilen Vertrieb auf

Mutterkonzern geht in Offensive
SEB baut mobilen Vertrieb auf

SEB-Deutschland-Chef Fredrik Boheman steht unter Druck: Die schwedische Konzernspitze ist nach wie vor unzufrieden mit den Ergebnissen und drängt zu mehr Profitabilität.

FRANKFURT. Die schwedische Großbank SEB will in Deutschland ihre Vertriebskraft stärken. Zum einen plant die Bank den Aufbau eines mobilen Vertriebs. Dafür sollten bis 2008 mindestens 200 Mitarbeiter eingestellt werden, sagte ein Sprecher auf Anfrage. Darüber hinaus solle auch das Personal in den 175 Filialen aufgestockt werden, teilte die schwedische Muttergesellschaft gestern mit. Einzelheiten will die deutsche SEB-Tochter heute bei einer Pressekonferenz mitteilen.

Damit startet die viertgrößte skandinavische Bank einen neuen Anlauf, ihr ertragsschwaches Deutschlandgeschäft auf Vordermann zu bringen. SEB ist hier zu Lande seit sechs Jahren in großem Stil aktiv. Damals übernahm sie die frühere Bank für Gemeinwirtschaft (BfG). Weit mehr als 1 000 Stellen strich das Management seither. Heute beschäftigt die Bank mit einer Million Kunden in Deutschland 3 400 Mitarbeiter.

Trotz der Rosskur ist die Konzernspitze mit dem Deutschlandgeschäft nach wie vor unzufrieden. Dies gilt für vor allem für die Privatkundensparte, die im Gegensatz zum Firmenkundengeschäft kaum Verbesserungen zeigt. Daran haben auch die diversen Führungswechsel wenig geändert. Fredrik Boheman, der seit einem Jahr die SEB AG führt, ist bereits der dritte Deutschlandchef seit 2000.

Vor einigen Tagen erhöhte die Konzernspitze den Druck: Die neue SEB-Chefin Annika Falkengren räumte Deutschland per Zeitungsinterview eine zweijährige Bewährungsfrist ein. Anschließend soll über die Zukunft der Deutschlandsparte entschieden werden. Seitdem wird in Finanzkreisen ein Verkauf nicht mehr ausgeschlossen, falls sich die Zahlen nicht bessern.

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