Nach Brasilien-Trip
Wüstenrot feuert Mitarbeiter

Die Bausparkasse zieht Konsequenzen aus einer Vertriebsreise, die für einige Mitarbeiter mit einem Bordellbesuch verbunden war. Frühere Reisen werden überprüft, neue gestrichen und Mitarbeiter gefeuert.
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FrankfurtDie Finanzdienstleistungs-Gruppe Wüstenrot & Württembergische (W&W) streicht alle Incentive-Reisen und suspendiert zwei Führungskräfte. Damit ziehe man weitreichende Konsequenzen aus dem Fehlverhalten einzelner Teilnehmer einer Reise von Vertriebsmitarbeitern der Wüstenrot Bausparkasse AG nach Rio de Janeiro im Frühjahr 2010, erklärte das Unternehmen. „Solche Anreizsysteme für Vertriebsorganisationen sind nach Auffassung der Finanzdienstleistungs-Gruppe nicht mehr zeitgemäß.“

Die bisherigen Untersuchungen der Vorkommnisse der Reise von Vertriebsmitarbeitern nach Rio de Janeiro hätten klar bestätigt, dass auf dem Programm weder offizielle noch inoffizielle Veranstaltungen oder Aktivitäten standen, die nicht mit dem Verhaltenskodex der Wüstenrot Bausparkasse AG vereinbar gewesen wären.

„Wüstenrot hat keine Aktivitäten organisiert oder finanziert, die gegen die Verhaltensregeln des Unternehmens verstoßen“, erklärte das Unternehmen. Die Vorkommnisse während der Incentive-Reise hätten aber gezeigt, dass individuelles Fehlverhalten einzelner Vertriebsmitarbeiter trotz der bestehenden Verhaltensregeln nicht vollständig ausgeschlossen werden könne.

Bei einer Incentive-Reise für die besten freien Handelsvertreter von Wüstenrot im April vergangenen Jahres kehrten bis zu 20 Teilnehmer in einen Nachtclub in Rio ein, der als Kontakthof für käuflichen Sex dient. Mindestens drei Mitarbeiter, darunter Führungskräfte, nahmen sich Prostituierte mit aufs Zimmer. Das Handelsblatt hatte ausführlich über den Fall berichtet.

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Programme werden neu ausgerichtet

Kommentare zu " Nach Brasilien-Trip: Wüstenrot feuert Mitarbeiter"

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  • Ein Vergleich mit dem ERGO-Konzern 'wie bei ERGO' ist unzulässig, weil es sich hier nur um das Fehlverhalten Einzelner handelt und kein direkter Zusammenhang zum Arbeitgeber besteht ! Die Berichterstattung über dieses Fehlverhalten dient nur der Auflage der Presse und dem Geldbeutel des Verleumders.

  • Da es sich hier um das Fehlverhalten einzelner Teilnehmer handelt, ist die Reaktion darauf vollkommen überzogen.

  • hmmm,

    und warum hat H4 damals nicht studiert?

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