Nach Brasilien-Trip

Wüstenrot feuert Mitarbeiter

Die Bausparkasse zieht Konsequenzen aus einer Vertriebsreise, die für einige Mitarbeiter mit einem Bordellbesuch verbunden war. Frühere Reisen werden überprüft, neue gestrichen und Mitarbeiter gefeuert.
Update: 13.12.2011 - 14:55 Uhr 23 Kommentare
Wüstenrot-Mitarbeiter ließen es sich an der Copacabana gut gehen. Quelle: HB

Wüstenrot-Mitarbeiter ließen es sich an der Copacabana gut gehen.

(Foto: HB)

FrankfurtDie Finanzdienstleistungs-Gruppe Wüstenrot & Württembergische (W&W) streicht alle Incentive-Reisen und suspendiert zwei Führungskräfte. Damit ziehe man weitreichende Konsequenzen aus dem Fehlverhalten einzelner Teilnehmer einer Reise von Vertriebsmitarbeitern der Wüstenrot Bausparkasse AG nach Rio de Janeiro im Frühjahr 2010, erklärte das Unternehmen. „Solche Anreizsysteme für Vertriebsorganisationen sind nach Auffassung der Finanzdienstleistungs-Gruppe nicht mehr zeitgemäß.“

Die bisherigen Untersuchungen der Vorkommnisse der Reise von Vertriebsmitarbeitern nach Rio de Janeiro hätten klar bestätigt, dass auf dem Programm weder offizielle noch inoffizielle Veranstaltungen oder Aktivitäten standen, die nicht mit dem Verhaltenskodex der Wüstenrot Bausparkasse AG vereinbar gewesen wären.

„Wüstenrot hat keine Aktivitäten organisiert oder finanziert, die gegen die Verhaltensregeln des Unternehmens verstoßen“, erklärte das Unternehmen. Die Vorkommnisse während der Incentive-Reise hätten aber gezeigt, dass individuelles Fehlverhalten einzelner Vertriebsmitarbeiter trotz der bestehenden Verhaltensregeln nicht vollständig ausgeschlossen werden könne.

Bei einer Incentive-Reise für die besten freien Handelsvertreter von Wüstenrot im April vergangenen Jahres kehrten bis zu 20 Teilnehmer in einen Nachtclub in Rio ein, der als Kontakthof für käuflichen Sex dient. Mindestens drei Mitarbeiter, darunter Führungskräfte, nahmen sich Prostituierte mit aufs Zimmer. Das Handelsblatt hatte ausführlich über den Fall berichtet.

Programme werden neu ausgerichtet
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23 Kommentare zu "Nach Brasilien-Trip: Wüstenrot feuert Mitarbeiter"

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  • Ein Vergleich mit dem ERGO-Konzern 'wie bei ERGO' ist unzulässig, weil es sich hier nur um das Fehlverhalten Einzelner handelt und kein direkter Zusammenhang zum Arbeitgeber besteht ! Die Berichterstattung über dieses Fehlverhalten dient nur der Auflage der Presse und dem Geldbeutel des Verleumders.

  • Da es sich hier um das Fehlverhalten einzelner Teilnehmer handelt, ist die Reaktion darauf vollkommen überzogen.

  • hmmm,

    und warum hat H4 damals nicht studiert?

  • @ Anonymer Benutzer: Johannes

    meine ich auch, wo doch Mutti zuerst ihren Blindgänger erkennt. Schließlich muß sie doch immer die Flecken entfernen.

  • Das kann nur ein Witz sein: Die Firma entläßt ihre besten Mitarbeiter.

  • Mich wunderts sogar sehr was man für ein armseliger typ sein muss um in Rio(!) in ein Puff gehen zu müssen...

    Schreibens bitte nicht "einen Schwung Männer" wenns einen Schwung armseliger Versicherungskeiler meinen...

    Aber bezüglich der Heuchelei habens Recht die ist natürlich unerträglich... Aber das ist halt eines der Grundprobleme der ganzen Finanzbranche: Diese Pseudoseriösität v irgendwelchen Keilertypen in der Finanzbranche zieht sich ja von ganz unten bis ganz nach oben durch der einzige Unterschied zwischen unten und oben ist die Qualität der Anzüge... Und damit in Zukunft nicht jeder wenn er seinen Wüstenrot vertrag vorgehalten bekommt daran denkt dass er damit den nächsten Puffbesuch des Keilers finanziert müssen jetzt halt ein paar Köpfe rollen...
    Peinlich für Wüstenrot ists so oder so, und ob ich jetzt einen Puffbesuch oder nur den neuen BMW des Strukkis finanziere sollte ja eigentl egal sein, viel eher sollte man sich fragen ob ein Bausparer heutzutage ein gutes Produkt ist...

  • Genau! Alle! H4 darf anschreiben.

  • Ich würd sagen es gehört zusammen... Grausliche und fade Versicherungskeiler finden halt schwer Frauen die mit ihnen einfach nur so unbezahlten einvernehmlichen Sex haben...

  • @ Redaktion: Die gleiche Frage habe ich Euch schon vor 2 Tagen gestellt. Aber diesmal wenigstens nur 1 Foto und nicht die ganze pseudoentrüstete Fotoserie anscheinend seid Ihr ja doch lernfähig, aber bis jetzt leider nur begrenzt lernfähig... Wieso haben deutsche Puffgeher mehr Persönlichkeitsrechte als brasilianische Prostituierte?

    Vielleicht schafft ihrs auch noch den Bilduntertitel zu ändern? "Es sich gut gehen lassen" muss ja auch in ner Wirtschaftszeitung nicht unbedingt ein Synonym für "ins Puff gehen" sein, oder?

  • was soll diese aufregung, jeder kann doch privat machen, was er will! Das "Schwein" bei dieser Sache ist der, der das plötzlich an die Öffentlichkeit bringt und die scheinheilige Presse fällt darauf rein, weil es ja Verkausquoten bringt!!
    incentiv ist prinzipiell eine gute Sache, aber das ist eine andere diskussion!
    Im übrigen ist Rio immer eine Reise wert, auch ohne Prostitution!!!!

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