Nach der Finanzkrise
Deutsche Banken fahren ihr US-Geschäft zurück

Nach einer Berechnung der Financial Times haben sich deutsche Banken seit der Krise eher aus den USA zurückgezogen. Als Grund gilt auch die Pleite der Landesbanken. Nur die Deutsche Bank bleibt ein wichtiger Spieler.
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LondonDie deutschen Banken haben ihr US-Geschäft seit der Finanzkrise deutlich zurückgefahren. Die Vermögenswerte sanken von 427 Milliarden Dollar im Jahr 2007 auf 267 Milliarden Ende März, wie die „Financial Times“ (Montag) auf Basis von Daten der US-Notenbank Fed analysierte. Hintergrund ist etwa der Zusammenbruch einiger Landesbanken sowie die Bemühungen in der gesamten Branche, die Bilanzen zu verkleinern. Eine Ausnahme ist die Deutsche Bank, die weiter ein wichtiger Spieler in den USA ist.

Das gesamte Engagement von Banken aus der Eurozone in den USA sackte in den vergangenen fünf Jahren laut Zeitung um ein Drittel auf 973 Milliarden Dollar ab. Vergleichsweise gering haben die französischen Banken ihre Vermögenswerte abgebaut von 420 Milliarden auf 373 Milliarden Dollar. Im vergangenen Jahr hatten aber gerade Frankreichs Kreditinstitute unter einem begrenzten Zugang zum Dollar gelitten und daraufhin angekündigt, ihr Geschäft in den USA radikal herunterzufahren. Deshalb dürfte der Rückzug der europäischen Banken weiter anhalten.

Fast komplett verabschiedeten sich die vom Staat geretteten irischen Banken aus den USA. Ihr Engagement sackte von 130 Milliarden Dollar im September 2008 auf 3,6 Milliarden Ende des ersten Quartals 2012 ab. In die Bresche sprangen laut Zeitung chinesische Investoren, aber auch US-Banken. So kauften Wells Fargo und JPMorgan Chase etwa der Anglo Irish Bank im vergangenen Jahr ein 9,5 Milliarden Dollar schweres Immobilienkreditpaket ab.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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