Nach JP Morgan Skandal
US-Notenbank nimmt Untersuchungen auf

Die verzockten Milliarden bei JP Morgan Chase bleiben nicht ohne Folgen. Jetzt schaltet sich die US-Notenbank ein und will untersuchen, ob das Geldhaus an anderer Stelle vergleichbare Risiken eingeht.
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WashingtonNach dem spektakulären Handelsverlust bei JPMorgan Chase untersucht die US-Notenbank Federal Reserve, ob das Geldhaus an anderer Stelle vergleichbare Risiken eingeht. Zudem wolle die Fed feststellen, ob die Einbußen Folgen für das Risikomanagement der größten US-Bank hätten, sagte eine Notenbank-Sprecherin am Montag. Zugleich betonte sie, dass JPMorgan in einem Stress-Test-Szenario noch größere Verluste verkraftet hätte.

JPMorgan hatte mit hochriskanten Wetten mindestens zwei Milliarden Dollar verloren. Der Fall hat die Aufsichtsbehörden auf den Plan gerufen. Einem Insider zufolge sollen am Dienstag Vertreter der wichtigsten US-Regulierungsbehörden zusammenkommen, um über finale Formulierungen bei der sogenannten Volcker-Regel zu beraten. Bei dem regulär angesetzten Termin solle es um mögliche Konsequenzen aus dem Handelsskandal gehen, sagte eine mit den Plänen vertraute Person.

Ab dem 21. Juli dürfen US-Banken und Institute mit amerikanischen Töchtern nicht mehr mit eigenem Geld zocken. Die Volcker-Regel - benannt nach dem ehemaligen US-Notenbankchef Paul Volcker - soll verhindern, dass die Geldhäuser wie vor der Finanzkrise 2008 massiv Risiken anhäufen. US-Präsident Barack Obama erklärte, der Skandal belege die Notwendigkeit der Wall-Street-Reformen.

Unterdessen erklärte eine Anwaltskanzlei, sie habe bei einem Gericht in Manhattan eine Klage gegen JPMorgan und mehrere Vertreter der Bank wegen des Handelsverlustes und den Auswirkungen auf den Aktienkurs eingereicht.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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