Nach Kurseinbrüchen: US-Bankchefs kaufen eigene Aktien

Nach Kurseinbrüchen
US-Bankchefs kaufen eigene Aktien

Dramatische Kursverluste haben die Chefs der US-Banken JPMorgan und Bank of America zu ungewöhnlichen Rettungsmaßnahmen gezwungen. Die Topmanager kauften große Aktienpakete um weiteren Absturz zu verhindern. Keiner wollte, dass seine Bank das Lehman-Schicksal ereilt.
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HB NEW YORK. Angesichts dramatischer Kurseinbrüche haben die Chefs der beiden US-Finanzkonzerne JPMorgan und Bank of America millionenschwere Aktienpakete ihrer eigenen Häuser gekauft. Die Geschäfte wurden als demonstrativer Vertrauensbeweis gewertet und gaben den gebeutelten Banktiteln an den US-Börsen am Mittwoch etwas Rückenwind.

Die Aktienkurse mehrerer US-Großbanken waren zuletzt ähnlich steil abgestürzt wie während des dramatischen Höhepunkts der Finanzkrise im vergangenen Herbst. Damals brach der Kursverfall mehreren Instituten wie der Investmentbank Lehman Brothers letztlich das Genick - mit heftigen Folgen für die Finanzmärkte weltweit.

Die Bankenkurse belastet nach wie vor die Sorge vor weiteren Milliardenverlusten und die Diskussion um eine mögliche Verstaatlichung etwa der besonders stark angeschlagenen Citigroup. Am Mittwoch legten die Kurse der Finanztitel eine Verschnaufpause ein und verbuchten starke Gewinne. Der von US-Präsident Barack Obama nominierte Finanzminister Timothy Geithner hatte zuvor ein energisches Eingreifen der neuen Regierung in Aussicht gestellt.

Bei J.P. Morgan kaufte Konzernchef James Dimon laut einer Pflichtmitteilung vom Mittwochabend (Ortszeit) Aktien seiner Bank für rund 11,5 Millionen Dollar. Der Chef des größten US-Finanzkonzerns Bank of America, Kenneth Lewis, erwarb Papiere seines Instituts für insgesamt 1,2 Millionen Dollar. Weitere Top-Manager der Bank kauften ebenfalls Aktien.

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