Nach Lehman-Pleite
Klage gegen Ratingagentur zugelassen

Das OLG Frankfurt hat erstmals eine Klage gegen eine US-Rating-Agentur zugelassen. Eine Kölner Kanzlei fordert von Standard and Poor's 30.000 Euro, da ihr Mandant auf die Positiv-Bewertung von Lehman-Papieren vertraute.
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KölnDas Oberlandesgericht Frankfurt am Main (OLG) hat erstmals Schadenersatzklagen deutscher Anleger gegen die US-Ratingagentur Standard and Poor's wegen der Lehman-Pleite zugelassen. Das Landgericht Frankfurt muss sich in erster Instanz mit den Klagen befassen, wie die Kanzlei für Wirtschafts- und Anlagerecht (KWAG) in Köln mitteilte. Damit gibt es für die deutschen Opfer der 2008 Pleite gegangenen US-Bank Lehman Brothers womöglich wieder Hoffnung.

Der von der KWAG vertretene Kläger fordert 30.000 Euro Ersatz für im Mai 2008 gekaufte Lehman-Papiere, da dem Geldhaus von der Agentur damals trotz sich abzeichnender Probleme noch ein gutes Rating ausgestellt worden sei. Wegen der Klagezulassung könne nun „praktisch jeder Investor, der sich bei Wertpapierkäufen auf die von Standard and Poor's vergebenen Bonitätsnoten verlassen und dabei Verluste erlitten hat, die Ratingagentur auf Schadenersatz verklagen“, erklärte die Kanzlei.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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